Casa de mi Padre

First Look - Will Ferrell kommt uns ziemlich spanisch vor

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Abseits der grossen Hollywood-Kassenschlager kommt diese Woche in den Staaten der spanischsprachige Film CASA DE MI PADRE in die Kinos. Der Clou dabei: die Hauptrolle wird von Will Ferrell verkörpert, der im Film ebenfalls nur spanisch spricht.

Manchmal, aber nur manchmal, berichte ich – entgegen unserem Blockbusters-Credo – auch über kleinere Filme. Nämlich über solche, die es in meinen Augen verdient hätten, ein grösseres Publikum zu erreichen. So ein Film ist CASA DE PADRE mit Will Ferrell, den ich absolut liebe, in der Hauptrolle.

Funniest Movie You’ll Ever Read (Der witzigste Film, den ihr jemals lesen werdet)

CASA DE MI PADRE (2012) Für die Amis ist die obige Poster-Tagline wohl weniger ein Versprechen als eine Androhung. Denn: Amis hassen Filme mit Untertiteln. Das sind sie sich einfach nicht gewohnt (ein Trend, der leider auch bei uns zunimmt). Ein Film, der nicht in englischer Sprache anläuft, hat an den US-Kinokassen in der Regel keine Chance. Kein Hollywood-Schauspieler der einigermassen bei Trost wäre, würde deshalb in so einem Film mitspielen. Tja, aber zum Glück ist Will Ferrell nicht einigermassen bei Trost. Und so wird in dieser US-Produktion (!) tatsächlich den lieben langen Film hindurch spanisch gesprochen. Auch der Ferrell tut es und wird dabei noch nicht mal synchronisiert.

CASA DE MI PADRE dreht sich um Ferrell als Armando Alvarez, einem Mexikanischen Rancher, der seine Familienfarm retten muss, während er gleichzeitig gegen den Drogenbaron Onza (Gael Garcia Bernal) ankämpfen und das Herz der zauberhaften Sonia, gespielt von Genesis Rodriguez (MAN ON A LEDGE) gewinnen muss.

Der Film wurde von Ferrell selbst als eine Art Telenovela beschrieben, die zeitweise Tarantino-esque mit einem Schuss Robert Rodriguez sei. Zudem kommt der Film absichtlich provozierend als Billigfilm daher, mit Mikrofonen, die sich in Sonnenbrillen spiegeln. So einen Film muss man doch einfach lieben. Ich hoffe es doch sehr, dass der Film auch noch bei uns einen Verleiher und somit seinen Weg in die hiesigen Kinos finden wird. Dann aber natürlich im Original mit Untertiteln.

Beim Marketing geht CASA DE MI PADRE ganz mit der Zeit und backt die selben Brote wie die grossen Blockbusters (wenn auch wesentlich kleinere als z.B. MEN IN BLACK 3 oder PROMETHEUS). Will heissen: man setzt auf virale Clips, die die Bekanntheit des Films Internet sei dank fördern und vorallem mehr Lust auf diesen Film mit Untertiteln machen sollen. Hier zwei – völlig unterschiedliche – Virals zum Film:

Casa de mi Padre Virals

Fiktiver Werbespot für Scorpion Beer
http://www.youtube.com/watch?v=wsaXV46tcMY

Musikclip: Will Ferrell – Yo no se (via Funny or Die)

(Quelle: Funny or Die)