US Box Office: PUSS IN BOOTS in Siebenmeilenstiefeln an die Spitze der Kinocharts

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US-Einspielergebnisse vom letzten Wochenende (28.-30. Oktober 2011)

Nach dem Rekordwochenende vor 7 Tagen, flaute das Geschäft an diesem Weekend wieder etas ab. Von PUSS IN BOOTS – dem SHREK Ableger – wurde grosses erwartet. Trotz der Nr. 1 darf man mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein.

  1. Puss in Boots – $34,077,439
  2. Paranormal Activity 3 – $18,144,516
  3. In Time – $12,050,368
  4. Footloose (2011) – $5,502,026
  5. The Rum Diary – $5,135,369
  6. Real Steel – $4,783,149
  7. The Three Musketeers (2011) – $3,507,359
  8. The Ides of March – $2,804,435
  9. Moneyball – $2,387,049
  10. Courageous – $1,838,096
Poster: PUSS IN BOOTS (2011)

Puss in Boots

Während Justin Timberlakes IN TIME und Johnny Depps THE RUM DIARY nicht wirklich viel Publikum zum Gang in die Kinos motivieren konnte, gelang es dem SHREK Spin-off PUSS IN BOOTS – trotz Halloween-Parties und Wintereinbruch im Nordosten der USA – den bisherigen Halloween-Rekord von SAW III von 2006 (33.6 Mio. Dollar) zu toppen. Hollywood ist trotzdem nicht ganz zufrieden, denn erwartet wurde ein Ergebnis in den mittleren 40 Mio. Dollar Gefilden.

Wie dem auch sei, im Gegensatz zu seinen Mitbewerbern, konnte sich PUSS IN BOOTS relativ wacker gegen das Halloween-Wochenende behaupten. Vor allem wenn man bedenkt, dass PUSS IN BOOTS ein Familien- und kein Horrorfilm ist, wie sonst üblich zu Halloween.

Die Ehre des Horrorgenres verteidigte der Geistergeschichte PARANORMAL ACTIVITY 3. Das zweite Sequel zu PARANORMAL ACTIVITY (2009) verlor gegenüber der Vorwoche zwar 65%, konnte aber mit 18 Mio. Dollar immer noch massiv mehr einspielen als Teil 2 im Jahre 2010. PARANORMAL ACTIVITY 3 liegt aktuell bei paranormalen 81 Mio. Dollar nach nur zwei Wochen.

Poster: IN TIME (2011)

In Time

Andrew Niccols (GATTACA, LORD OF WAR) Sci-Fi Thriller IN TIME mit Justin Timberlake und Amanda Seyfried konnte zwar auf Platz 3 eröffnen, doch das mit eher enttäuschenden 12 Mio. Dollar. Dieses Ergebnis wird Justin Timberlake keinen Schub als Kassenmagnet verleihen können. Seine Produktionskosten von 35 Mio. Dollar dürfte der Film gerade noch so wieder einfahren können. Timberlakes letzter Film – die sexy Romcom FRIENDS WITH BENEFITS startete mit 18.6 Mio. Dollar doch einiges besser. Auch mit IN TIME vergleichbare Titel wie SOURCE CODE (14.8 Mio.) und SURROGATES (14.9 Mio.) liefen besser an. Nur den beiden Flops REPO-MEN (6.1 Mio.) mit Jude Law und BABYLON A.D. mit Vin Diesel erging’s noch schlechter (9.5 Mio.).

FOOTLOOSE (2011) kann sich weiterhin respektabel verkaufen und liegt aktuell auf Platz 4. Nachdem er sich letzte Woche noch relativ stark halten konnte, fiel das Remake dieses Wochenende deutlichere 47% auf 5.5 Mio. Dollar und konnte in drei Wochen solide 38.5 Mio. einnehmen. Das Original von 1984 wird jedoch unerreicht bleiben (80 Mio. Dollar).

Poster: THE RUM DIARY (2011)

The Rum Diary

In THE RUM DIARY kehrt Johnny Depp wieder zurück in die Welt des exzentrischen Journalisten Hunter S. Thompson. Depp, ein Freund Thompsons, verkörperte ihn bereits in der Filmversion seines psychedelischen Romans FEAR AND LOATHING IN LAS VEGAS (1998). THE RUM DIARY fiel bei Kritikern und Publikum gleichermassen durch. Das Ergebnis fiel an den Kinokassen mit 5 Mio. Dollar entsprechend ernüchternd aus.

In Runde 4 wurde REAL STEEL bis auf (Platz) 6 angezählt (4.8 Mio. Dollar). Nächste Woche werden wir noch näher bei 10 sein. Dennoch, mit 74 Mio. Dollar in 4 Wochen, hat mich REAL STEEL Box-Office-technisch sehr beeindruckt (74 Mio.).

THE THREE MUSKETEERS (2011) bestätigt meine Vorhersagen und ist floppt auf der ganzen Linie. Mit knapp 3.5 Mio. Dollar (-59.6%) an diesem Wochenende und einem Zwischentotal von 14.5 Mio. Dollar nach 10 Tagen ist jetzt schon sicher, dass er nicht an die Resultate seiner Kampfgefährten THE MUSKETEER (27 Mio.) von 2001 und THE THREE MUSKETEERS (1993) mit 54 Mio. herankommen wird.

ANONYMUS (Poster)

Anonymus

Fast unbemerkt ist vergangenes Wochenende noch ein weiterer Neustart in den USA angelaufen. Es ist kein geringerer als Roland Emmerichs neuster Streifen ANONYMOUS. Eigentlich als echter Blockbuster mit breit angelegtem Start in rund 3’000 Kinos angelegt, krebste Sony Pictures in letzter Sekunde zurück und brachte das Drama(!) erst mal limitiert in 256 Filmtheater (1 Mio. Dollar/Platz 14). Ob ANONYOMOUS in Zukunft noch breiter ausgerollt wird, darf bezweifelt werden. Unter der Annahme, dass der Film in 3000+ Kinos den gleichen Zuschauerschnitt hingebracht hätte, wäre er sogar noch hinter IN TIME auf Platz 4 gelandet. Anders als Roland Emmerichs Endzeit-Spektakel dürfte ANONYMOUS wohl – zumindest in den USA – einen leisen Tod sterben.

Quelle: Box Office Mojo