US Box Office: IMMORTALS zielt und trifft

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US-Einspielergebnisse vom letzten Wochenende (11.-13. November 2011)

PUSS IN BOOTS konnte sich zwar auch in Woche 3 gut halten, doch musste sich der tapfere Kater in Stiefeln an diesem Wochenende der übermächtigen Armee der IMMORTALS und einem doppelten Adam Sandler geschlagen geben.

  1. Immortals – $32,206,425
  2. Jack and Jill – $25,003,575
  3. Puss in Boots – $24,726,193
  4. Tower Heist – $12,773,765
  5. J. Edgar – $11,217,324
  6. A Very Harold & Kumar 3D Christmas – $5,915,143
  7. In Time – $4,081,881
  8. Paranormal Activity 3 – $3,611,283
  9. Footloose (2011) – $2,726,736
  10. Real Steel – $1,864,688
Poster: IMMORTALS (2011)

Immortals

Es liegt nahe, dass man IMMORTALS mit 300 vergleicht. So gesehen, backt IMMORTALS eindeutig kleinere Brötchen. Während 300 an seinem Startwochenende pompöse 70.9 Mio. Dollar einnehmen konnte, sind es bei IMMORTALS gerade mal noch 32.2 Milliönchen. Selbst KAMPF DER TITANEN konnte muskulöse 61.2 Mio. Dollar am Eröffnungswochenende einkassieren. Doch obwohl es sich bei allen um recht ähnliche Filme handelt, ist es dennoch kein Apfel-mit-Apfel vergleich. Muss man nämlich bedenken, dass die beiden anderen Fantasy-Blockbusters den Filmmulti Warner Brothers mit einer riesigen Marketing-Kampagne im Rücken hatte. Dennoch, auch IMMORTALS gab Werbetechnisch Gas und kann mit ein paar glänzenden Resultaten brillieren: so gelang IMMORTALS der beste Neustart aller Zeiten für einen Film aus dem Hause Relativity Media. Zudem ist es der zweitbeste Neustart für einen R-Rated (nicht jugendfrei) Film in 3D (hinter JACKASS 3-D mit 50.4 Mio. am Eröffnungswochenende).

Poster: JACK AND JILL (2011)

Jack And Jill

Hinter den antiken Griechen konnten sich die Geschwister JACK & JILL in den Top Ten der US-Kinocharts platzieren. Die Traviestie-Komödie mit Adam Sandler in einer Doppelrolle als Titel gebende Jack und Jill spielte 25 Mio. Dollar an seinem Eröffnungswochenende ein. Das ist weniger als das andere Adam Sandler Werk von diesem Jahr JUST GO WITH IT (30.5 Mio. Dollar). Der einzige klassische Adam Sandler Film, der in den letzten 10 Jahren weniger an seinem Startwochenende einspielte, war FUNNY PEOPLE aus dem Jahr 2009 (22.6 Mio.), wobei dieser beinahe schon ins Drama-Fach zu zählen ist.

Poster: PUSS IN BOOTS (2011)

Puss in Boots

DER GESTIFELTE KATER, so der deutsche Titel für PUSS IN BOOTS, duellierte sich mit JACK AND JILL um Platz drei und musste sich nur ganz knapp geschlagen geben. Nach zwei Wochen an der Spitze, reichte es ihm also diese Woche noch für einen exzellenten 3. Platz (-25% gegenüber der Vorwoche auf 24.7 Mio. Dollar). Der Animationsfilm aus dem Hause DreamWorks hat nunmehr die 100 Mio. Dollar Marke bereits überschreiten können und ist nach 3 Wochen etwa gleich auf wie Stallgefährte MEGAMIND, jedoch vermochte PUSS IN BOOTS nach einem etwas verpatzten Start (teils zurückzuführen auf einen Wintereinbruch im Norosten der USA) mittlerweile massiv Boden gut zu machen und das Publikum für sich zu erwärmen. Sollte der Kater in den nächsten zwei Wochen von den Neuankömmlingen HAPPY FEET TWO, ARTHUR CHRISTMAS und THE MUPPETS nicht gerade förmlich überrannt werden, ist ein Endergebnis um die 150 Mio. Dollar für ihn durchaus realistisch.

TOWER HEIST (2011)

Tower Heist

Die Ben Stiller und Eddie Murphy Komödie TOWER HEIST – AUSHILFSGANGSTER fiel gegenüber der Vorwoche um satte 47 Prozent auf 12.8 Mio. Dollar und konnte in zwei Wochen bisher 43.5 Mio. Dollar einnehmen. Filmverleiher Universal Pictures konnte mit Hilfe von TOWER HEIST übrigens am vergangenen Samstag die 1 Milliarde Marke übersteigen und ist damit nach Paramount, Warner Bros., Disney und Sony das fünfte Studio, dem das dieses Jahr gelingt. Von den “grossen sechs” fehlt noch 20th Century Fox, das aktuell bei rund 820 Mio. Dollar liegt.

 

Poster: J. EDGAR (2011)

J. Edgar

J.EDGAR eröffnete mit 11.2 Mio. Dollar auf Platz 5 der US Box Office aus 1’910 Kinos. Das Drama von Clint Eastwood spielte etwas weniger ein als sein letzter Film HEREAFTER (12 Mio.), doch der lief in 2’181 Stätten und hatte dadurch sogar einen etwas tieferen pro-Kino-Durchschnitt aufzuweisen. Sein letzter Oscar-Kandidat (und J. EDGAR dürfte mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle ebenfalls so einer werden) INVICTUS hingegen, konnte am Eröffnungswochenende lediglich 8.6 Mio. Dollar aus 2’125 Lichtspieltheater einnehmen. So gesehen ist J. EDGAR durchaus auf Kurs.

Die Kiffer-/Weihnachtskomödie A VERY HAROLD & KUMAR 3D CHRISTMAS fiel um 54% auf 5.9 Mio. Dollar und bringt’s auf ein 10-Tages-Total von 23.2 Mio. Diese Abnahme ist eine Verbesserung gegenüber dem Vorgänger HAROLD UND KUMAR ESCAPE VON GUANTANAMO BAY (-59%), doch geschah dies bei diesem Film auf einem höheren Niveau. Bleibt abzuwarten, ob die bevorstehenden Feiertage den mittlerweile 3. Teil der Kiffer-Saga noch etwas weiter tragen als HAROLD UND KUMAR ESCAPE VON GUANTANAMO BAYs 38 Mio. Dollar Endergebnis.

Die Top 10 verlassen mussten das vergangene Wochenende MONEYBALL (1 Mio.), das bisher relativ starke 72 Mio. Dollar zusammentragen konnte und auch das George Clooney Vehikel THE IDES OF MARCH (diese Woche 0.9 Mio. auf insgesamt 38 Mio. Dollar).

Quelle: Box Office Mojo