Winter’s Tale

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Story

Die Geschichte „Winter’s Tale“ umfasst mehr als 100 Jahre und spielt in einem mythischen New York voller Wunder und schicksalhafter Begegnungen im ewigen Kampf Gut gegen Böse.

Die Hauptrollen übernehmen Colin Farrell („Total Recall“), Jessica Brown Findlay (TV- Serie „Downton Abbey“) sowie die Oscar®-Preisträger Jennifer Connelly („A Beautiful Mind – Genie und Wahnsinn“), William Hurt („Der Kuss der Spinnenfrau“), Eva Marie Saint („Die Faust im Nacken“) und Russell Crowe („Gladiator“). Ihr Debüt geben die Newcomer Ripley Sobo und Mckayla Twiggs (die beide am Broadway in „Once“ mitgewirkt haben). (Warner Bros.)

Volles Review

Liebesfilme sind ja grundsätzlich nicht gerade mein Ding. Winter’s Tale hat es mir aber wirklich schwer gemacht den Film zu mögen. Dabei wäre die Story ja ganz interessant: Statt einer 0815 Liebesgeschichte, bringt Winters Tale doch immerhin durch seinen fantastischen Touch mal was Neues. Dazu passt auch die sanfte Erzählweise, die mehr auf schöne Bilder, als auf Spannung oder Action setzt.

Leider bleibt der Film aber überall bei den hübschen Bildern, auch bei seinen Charakteren. Peter Lake (Colin Farell) ist der charmante Dieb mit gutem Gewissen und Beverly Penn (Jessica Brown), die zu rettende sanfte kranke Dame in Not. Viel mehr erfahren wir nicht über die Beiden und so war mir ihre Geschichte ehrlich gesagt auch ziemlich egal. Immerhin bietet der Film dann doch noch einen kleinen Kniff. Da mir dieser allerdings schon in einem Trailer verraten wurde, war die Überraschung nicht allzu gross. Falls ihr euch den Film ansehen wollt, verzichtet also am Besten zuvor auf Trailers oder zu ausführliche Inhaltsangaben des Filmes.

Ein Lichtblick ist Russell Crowe, der es schafft dem Bösewicht eine bedrohliche Präsenz einzuhauchen, die wenigstens für etwas Spannung sorgt. Im Gegensatz zu Will Smith, der eher unfreiwillig komisch wirkt.

Am meisten genervt haben mich allerdings die Logiklücken im Film. Es reicht ja schon, dass die Hälfte des Filmes aus Schicksalsbegegnungen und Schutzengel-Eingriffen besteht, da hätten man nicht auch noch die restliche Handlung derart verbiegen müssen, nur damit die Story aufgeht. Als kleines Beispiel: Natürlich lässt die ganze Familie, die an Schwundkrankheit leidende junge Dame alleine im Haus zurück, damit sie später alleine nach reist.

Und diese Logiklücken häufen sich dann leider zunehmend in der zweiten Hälfte des Filmes, die viel zu schnell und zu zusammengestaucht wirkt. Dabei wäre hier eigentlich der Schwerpunkt der Geschichte. Aber der Film scheint sich lieber mit der einleitende Liebesgeschichte zu beschäftigen. Nur dass, diese dann eben doch nicht ganz durchzogen wird. Dadurch bringt Winter’s Tale am Ende weder eine runde abgeschlossene Liebesgeschichte, noch ein interessantes, durchaus mehrschichtiges Märchen zustande, sondern fällt zwischen Stühle und Bänke.

Dies versucht der Film wohl auszugleichen, indem er die Hintergrundmythologie x-mal bis ins Detail erklärt. Leider schadet dies aber mehr als es nutzt, denn es nimmt der Geschichte jegliches Mysterium.

Das ist schade, denn von dem was im Film von der eigentliche Geschichte durchschimmert, kann ich mir vorstellen, dass das Buch „Winter’s Tale“ von Mark Helprin durchaus das Potential für einen besseren Film enthielte.

Um Winter’s Tale geniessen zu können, muss man also wohl schon Hardcore-Romantikfilm-Liebhaberin sein. Dann gibt es immerhin ein paar hübsche Liebesszenen mit kitschige Schnee-/Winter-/Sternen- und Lichterbilder zum anschauen und Colin Farell auf einem weissen Pegasus. Sozusagen der sprichwörtliche Prinz auf dem weissen Pferd also, unterwegs um kranke Damen wach zu küssen.