THE WOLVERINE

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“I’m the best there is at what I do. But what I do best isn’t very nice” mit diesen warnenden Worten startet die 1982 erschienene Mini Comic-Serie, auf welcher der neuste Marvel Streich um den beliebtesten aller X- Men basiert. Da die Vorbereitungen von THE WOLVERINE eher schlecht als recht verliefen, bin ich umso mehr gespannt, ob sich James Mangold Logans Worte zu Herzen genommen hat und den Zuschauer sowie Kritiker positiv zu überraschen weiss.

Synopsis: Basierend auf dem gefeierten Comic-Klassiker führt das fesselnde Action-Abenteuer Wolverine (Hugh Jackman), den Kult-Charakter aus dem X-Men Universum, ins moderne Japan, eine ihm unbekannte Welt. Dort trifft er auf seinen grössten Erzfeind und es kommt zu einem Kampf um Leben und Tod, der ihn für immer verändern wird. Zum ersten Mal ist Wolverine verwundbar und er stösst an seine körperlichen und emotionalen Grenzen. Er wird nicht nur mit tödlichem Samurai-Stahl konfrontiert, sondern muss sich auch seinem eigenen inneren Kampf gegen die Unsterblichkeit stellen.

Wer kennt es nicht: man zieht sich einen Trailer rein, denkt sich dabei “ganz nice aber nicht der Reisser”, setzt sich dann in den Kinosessel und wird negativ oder positiv überrascht. So erging es mir bei THE WOLVERINE – bereits nach dem ersten Trailer dachte ich mir, eine Ahnung davon zu haben wie James Mangold das unabhängige Sequel des Kuzuri (Wolverine auf Japanisch) präsentieren wird … weit gefehlt!

Die Produzenten scheinen aus den Fehlern ihrer Vorgänger gelernt zu haben und schenken uns einen Superheldenfilm, an dem der Comic-Leser sowie der normale Kinogänger gleichermassen Gefallen finden wird. Bei THE WOLVERINE wird dermassen viel richtig gemacht, indem ganz einfach auf zu viel Firlefanz verzichtet wird. Fans der grossen CGI Schlachten werden in diesem Meisterwerk definitiv zu kurz kommen, dafür setzt James Mangold viel mehr auf atemberaubende Landschaften, eine beinahe magische Stimmung sowie faszinierende japanische Tradition.

Von der typischen Manga ähnlichen Yukio (Rila Fukushima) über die kaltherzige Viper (Svetlana Khodchenkova) bis hin zur Milliardärs-Tochter Mariko (Tao Okamoto) entzückt die Cast auf ganzer Linie. Hat mich Hugh Jackman’s frühere überspielte Version von Wolverine eher genervt, weiss er dieses Mal vollends zu überzeugen. Was mir zudem besonders gut gefällt, ist die unglaubliche Ernsthaftigkeit mit welcher sich Hugh Jackman auf die Rolle des Superhelden-Charakters vorbereitet hat. Der inzwischen 44-jährige hat sich für die Verkörperung als Wolverine, nebst extrem hartem Training, einer speziellen 16:8 Diät unterzogen. In dieser hat er 16 Stunden lang gefastet und danach während 8 Stunden alles reingefuttert (5’000 Kalorien!), was den Biceps wachsen lässt. Das wären dann zum Beispiel schnell mal an die zwanzig, ungesalzene Hähnchen. Nun, man kann von Diäten halten was man will, Jackman hat aber auf jeden Fall die richtige Formel für seinen Erfolg gefunden und präsentiert dem Zuschauer eine stahlharte Kampfmaschine. Bravo!

Abgerundet wird das Meisterwerk mit unbestritten effektvollen 3D Momenten sowie erstklassigem Soundtrack von Marco Beltrami – welchen ich mir noch heute bestellen werde.

Einen Wehmutstropfen bringt THE WOLVERINE aber trotzdem mit sich! Wie wir es von Marvel (leider) gewohnt sind, serviert uns hier die Charakter-Küche erneut eine heftig verdorbene Figur. War es bei X-MEN ORIGINS: WOLVERINE der “Merc with a mouth” Deadpool, dem aus unerklärlichen Gründen der Mund zugenäht wurde, bei IRON MAN 3 der lächerliche Mandarin, ist es hier der “Shiruha Samurai” aka Silberne Samurai! Obwohl wir uns in einem modernen Filmzeitalter befinden, ist mir eine roboterähnliche Verkörperung, welche offensichtlich zu viel Steroiden spritzt und aussieht wie der Shredder von den Ninja Turtles doch ein bisschen zu viel des Guten. Immerhin tröstet die vielversprechende Mid-Credits Szene im Abspann (also sitzen bleiben) über die asiatische Transformers-Version und die damit zusammenhängenden Logiklöcher hinweg.

Alles in Allem überrascht THE WOLVERINE mit dramatischer Action, magisch packender Intensität und wunderschönen Schauplätzen im Land der aufgehenden Sonne! Für mich diskussionslos der Sommerhit 2013!

Claremont / Miller 1982

THE WOLVERINE basiert auf der 1982 erschienenen Mini-Comic-Reihe von Chris Claremont und Frank Miller. Kurz zusammengefasst: Wolverine reist von Kanada nach Tokyo, um seine wahre Liebe Mariko Yashida zu sehen. Dort angekommen erfährt er, dass Sie bereits verheiratet ist und es keine Zukunft für die Beiden geben kann. Mit seinem ersten Besuch bringt er eine Lawine des Terrors ins Rollen und macht sich ordentlich Feinde (u.a. Marikos reichen Vater).

THE WOLVERINE ist ein stand-alone Film und zeitlich nach X-MEN III – THE LAST STAND angelegt. Trotzdem hat er (bis auf eine Erinnerung) nichts mit den X-MEN Vorgängern sowie X-MEN ORIGINS: WOLVERINE zu tun.

Die Hauptfigur Wolverine wurde von den Autoren Roy Thomas, Len Wein sowie dem Zeichner John Romita geschaffen und hatte seinen ersten Auftritt 1974 im Comic “Incredible Hulk #180″