Machete Kills

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„Machete does kill“ – im Auftrag des Präsidenten

Nachdem Machete (Danny Trejo) in Machete (2011) mit seiner Machete (und ein paar Verbündeten) in Texas für Gerechtigkeit gesorgt hat, erhält er dieses Mal seinen „Auftrag“ vom US-Präsidenten (Charlie Sheen) höchstpersönlich. Es gilt den mexikanischen Kartelboss Mendez (Demian Bichir) aufzuspüren, der mit einen Raketenangriff auf die USA droht. Dumm nur, dass der Zünder der Rakete mit Mendez Herz verknüpft ist und dieser ein Kopfgeld auf sich selbst ausgesetzt hat. Somit muss Machete den Kartellboss irgendwie lebend zu Luther Voz (Mel Gibson) schleppen, dem einzigen Menschen der die Bombe entschärft kann.

Für Machete Kills packt man am Besten Bier sowie gute Kolleg/innen ein und schaltet das Hirn auf „Stand-by“. Wie schon der erste Teil, gibt sich der Film gar nicht erst die Mühe anspruchsvoll, tiefgründig oder komplex zu sein, kann aber trotzdem eine Menge Spass machen.

Unterhaltsam, steht aber hinter dem ersten Teil an

Wer den ersten Teil mochte, wird auch mit der Fortsetzung ganz zufrieden sein, wenn auch Machete Kills etwas weniger geschliffen daher kommt. Zu Beginn nimmt sich der Film viel zu ernst und braucht deswegen leider eine Weile um in Fahrt zu kommen. Dann erhält man aber erneut einen stoischen Machete, der auf unterschiedlichste Weisen mit seiner namensgebenden Waffe Körperteile separiert. Unfreiwillig begleitet wird er dabei von Mendez, der mit seinen 2 (oder 3?) Persönlichkeiten für den Komik-Anteil zuständig ist. Später stossen auch alte Bekannte wie Luz (Michelle Rodriguez) wieder dazu. Irgendwo mittendrin ist auch noch Lady Gaga in Ihrem Filmdebüt zu sehen, der zwar ganz ordentlich gelungen ist, aber nicht sonderlich viel zur Handlung beiträgt.

Die Story driftet dabei von einem halbwegs ernsthaftem Ansatz zunehmend ins Absurde ab, was von einem Film, der sich als Hommage an das Exploitation- und B-Movie-Genre versteht, auch nicht anders zu erwarten war. Wunderbar sind dann auch die Szenen am Schluss, in denen gewissen Dinge absichtlich derart schlecht dargestellt werden (ohne an dieser Stelle zu weit ins Detail gehen zu wollen), dass die Hommage ans Genre unverkennbar ist. Da kommt auch Mel Gibson als Luther Voz ins Spiel, der seine Rolle genial übertrieben klassisch mit Leben füllt. Im Vergleich zu den Filmen, die Machete Kills fleissig zitiert, ist der Film selber aber wiederum ziemlich brav.