G.I. Joe – Die Abrechnung (G.I. Joe: Retaliation)

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G.I. JOE 2 – diese Fortsetzung zu G.I. JOE – GEHEIMAUFTRAG COBRA stand noch vor kurzem unter keinem besonders guten Stern. Der Kinostart wurde um ein Jahr verschoben. Angeblich damit der Film einer 3D-Kur unterzogen werden konnte, um dadurch ein breiteres Publikum anzusprechen. Ganz nebenbei hat man noch ein paar zusätzliche Szenen mit Hot Shot Channing Tatum gedreht, der schon früh im Film sterben sollte. Hat sich die Wartezeit gelohnt? Why not!

Filmszene: G.I. JOE: DIE ABRECHNUNG (2013)

Zum einen hat wohl keiner wirklich sehnlichst auf den Kino-Release von G.I. JOE: RETALIATION gewartet und andererseits bringen die paar zusätzlichen Szenen am Anfang, die uns die dicke Bindung zwischen Tatums Charakter Duke und Johnsons Charakter Roadblock näher bringen soll, tatsächlich auch eine Extraportion Fun und Sympathie für die beiden Joes mit sich.

Filmszene: G.I. JOE: DIE ABRECHNUNG (2013)

Die G.I. Joe Truppe wird auf eine geheime Mission nach Afghanistan geschickt. Nachdem das Land nach einem tödlichen Attentat auf den Präsidenten im Chaos zu versinken droht, sind die Nuklearwaffen der Atommacht eine leichte Beute für islamistische Terroristen. Die Operation gelingt, doch nach der Bergung der Sprengsätze, werden die Joes von US-Einheiten überraschend angegriffen und praktisch vollständig ausgelöscht. Auch ihr Anführer, Duke (Channing Tatum) ist unter den Opfern. Die einzigen Überlebenden, Roadblock (Dwayne Johnson), Flint (D.J. Cotrona) und Jaye (Adrianne Palicki), dürsten nach Vergeltung und machen sich auf die Suche nach den Urhebern der Attacke. Dabei verbünden sie sich mit General Joe Colton (dem ersten „Joe“) und stossen auf den US-Präsidenten (Jonathan Pryce) als Drahtzieher. Doch natürlich steckt mehr hinter dieser Sache.

Filmszene: G.I. JOE: DIE ABRECHNUNG (2013)

Machen wir uns nichts vor. Die Story dient lediglich als Aufhänger für jede Menge hirnloser Action mit Kampfeinlagen und Herumgeballere. Letztes Jahr hat sich BATTLESHIP mit einer ähnlichen Formel versucht und sich dabei mächtig die Finger verbrannt. G.I. JOE 3D: DIE ABRECHNUNG hebt sich insofern davon ab, als das er es schafft, mit grossartiger Action und sympathischen Darstellern eine Mischung hinzubekommen, die tatsächlich 110 Minuten lang Spass macht.

Filmszene: G.I. JOE: DIE ABRECHNUNG (2013)

Mir hatte schon der Vorgängerfilm – G.I. JOE – GEHEIMAUFTRAG COBRA – gut gefallen. Ehrlich gesagt, erinnere ich mich kaum noch an den Inhalt. Ich weiss aber noch gut, wie angenehm überrascht ich damals, weil der Film mich nicht enttäuscht hatte. Auch bei G.I. JOE 3D: DIE ABRECHNUNG ging ich mit relativ hohen Vorurteilen ins Kino, doch Dwayne „The Rock“ Johnson, ein paar lustigen (nebst ein paar ganz üblen) Einzeilern und Action auf sehr hohem Popcorn-Niveau sei dank, wurde ich bestens unterhalten. Jeglichen Anspruch auf ebensolchen sollte man aber gefälligst vor dem Kinosaal liegen lassen, dann kann einem das Selbe geschehen wie mir: trotz (oder gerade wegen) absolut unglaubwürdiger Story, masslosen Übertreibungen, meterbreiten Logiklöchern und was das Trash-Herz sonst noch alles so begehrt, mit einem fetten Grinsen im Gesicht das Kino zu verlassen.