The Cabin in the Woods (Reblog von Splatterwelt)

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Nachdem Blogbusters eine Special Sneak Preview von THE CABIN IN THE WOODS organisiert hatte, wollten wir nur eine 100% neutrale Kritik zum Film veröffentlichen. Jérôme Brunner, Inhaber des Horror-Film Blogs Splatterwelt, war sofort damit einverstanden in die Bresche zu springen und einen Re-Blog seiner Review bei uns zu veröffentlichen.

Ein entspanntes Wochenende in einer Hütte im Wald, in der Mitte von Nirgendwo soll es werden, fernab der Zivilisation und jeglicher Beobachtung, kein Handy-Empfang, kein Internet, kein Mensch weit und breit. Nur die fünf Freunde Curt (Chris Hemsworth), Marty (Fran Kranz), Holden (Jesse Williams), Dana (Kristen Connolly) und Jules (Anna Hutchinson) und die Natur – ein Abenteuer, ein grosser Spass. Selbst die Warnungen eines bedrohlich wirkenden Tankwarts können die Vorfreude nicht dämpfen. Zunächst wirkt die Hütte auch wie die Erfüllung aller Verheissungen. Doch dann entdecken die Freunde den verborgenen Zugang zu einem Keller – und als die Neugier gegen die Vernunft siegt, gehen sie zu fünft die knarzende Treppe hinab ins Dunkel…

Filmszene: THE CABIN IN THE WOODS (2012)

Als THE CABIN IN THE WOODS im März dieses Jahres seine Weltpremiere am SXSW Festival feierte, entstand ein kleiner Hype auf einschlägigen Blogs und Webseiten rund um die Horrorkomödie. Ein halbes Jahr später kommt der Film auch noch bei uns in die Kinos.

Je weniger man über die Geschichte weiss, desto besser wird das Filmerlebnis. Das macht es natürlich schwer eine Kritik über den Film zu verfassen, aber es soll nicht unversucht bleiben. Drew Goddard’s Regie-Debüt beginnt wie jeder andere 08/15-Teenies-fahren-übers-Weekend-weg-Slasher. Doch ein kurioser Nebenplot über 2 Wissenschaftler weckt das Interesse und es scheint als stecke mehr in diesem Streifen. In welchem Zusammenhang stehen wohl diese beiden Geschichten? Das ist die treibende Frage, welche den Film begleitet. Natürlich wird die Frage aufgelöst, hierzu wird an dieser Stelle aber nichts verraten.

Wieviele Horrorfilme gibt es wohl, die genau dieselbe Geschichte erzählen wie dieser hier? Zu viele, wäre die Antwort. Aber der geneigte Horror-Liebhaber schaut sich ja doch jeden neuen Teenie-Horror-Slasher an, sobald dieser auf dem Markt ist. Was THE CABIN IN THE WOODS so unterhaltsam macht, ist die Demotage eines jeden Horrorfilmes. Drew Goddards Spiel mit allen Horror-Film Klischees der Welt ist einfach wunderbar köstlich.

THE CABIN IN THE WOODS (2011)

Der Spagat zwischen Horrorkomödie und Horrorfilm ist überraschend gut gelungen. Der Film ist ebenso brutal und gruselig wie er zum Totlachen ist. Zudem gibt es einige nette Hommagen an Kultklassiker. Wenn zum Beispiel die Teenie-Gruppe beim Standort ihrer Waldhütte eintrifft, dann wird wohl so einigen EVIL DEAD  Fans ein Lächeln über die Mundwinkel huschen. Auch der Splatter und Goregehalt ist für eine Horrorkomödie beachtlich. Leider muss man hier jedoch sagen, dass praktisch alle Effekte aus dem Computer stammen. Ein Wehrmutstropfen. Das Kreaturen-Design macht dies aber wieder wett. Es soll wie bereits gesagt nichts verraten werden, aber der Creature-Fan kommt definitiv auf seine Kosten!

“The Cabin in the Woods” überzeugt vor allem mit seinem Humor und punktet mit Originalität. Wer anderen Horrorkomödien wie z.B. den “Scary Movie” Filmen Oberflächlichkeit und Fäkalhumor vorgeworfen hat, der wird mit diesem Streifen vollends auf seine Kosten kommen.

THE CABIN IN THE WOODS (2011)

THE CABIN IN THE WOODS ist einer der originellsten US-Horrorfilme der letzten paar Jahre. Eine witzige und unterhaltsame Horrofilm-Demontage, vollgepackt mit grossartigen Ideen und ebenso grossartigen Kreaturen. Daumen hoch!