Django Unchained

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Die Paraderolle im Film steht Christoph Waltz zu. Äusserst geschickt, intelligent und trotz seines brutalen Handwerks unterhält er auf höchstem Niveau.[/panel][/carousel]

Seit Bud Spencer und Terence Hill den wilden Westen unsicher gemacht haben ist einige Monde vorbei. Mit DJANGO UNCHAINED hat es Quentin Tarantino geschafft, ein fast ausgestorbenen Genre wieder Leben einzuhauchen. Nebst ausgeklügelter Dialoge und hervorragenden Schauspielern, die perfekt in Szene gestellt wurden, besticht der Film auch durch seine Story.

Ich versuche mich kurz zu halten, aber Tarantino macht es einem schwer. Er schafft es immer wieder aufs Neue zu begeistern. Er haucht dem Western-Stil neues Leben ein und bringt gleichzeitig Dramatik und Gänsehaut auf die Leinwand. Christoph Waltz besticht als Dr. King Schulz in seiner vermutlich besten Rolle, welche sogar mit dem Oscar als “Bester Nebendarsteller” honoriert wurde. Von Anfang an überzeugt Walz mit seiner direkten und ehrlichen Art, die einen immer wieder ein Schmunzeln ins Gesicht zaubert, weil er durch seine gezielt eingesetzte Naivität stets sein Ziel erreicht. Auch Jamie Foxx scheint die Rolle auf den Leib geschneidert. Sein naturell fügt sich perfekt in die Rolle des entfesselten Sklaven. Da kommen bei mir ernsthaft Zweifel auf, ob Will Smith der ernsten Rolle hätte gerecht werden können.

Wer einen öden Western mit einfachen Duellen erwartet oder auf Schlägereien wie zu Zeiten von Hill und Spencer liegt falsch. Zwar kommt es wie in jedem Western zu einem Showdown, jedoch bauscht sich die Spannung bis dahin durch die Geschichte selbst auf und entfesselt sich dann in vollen Zügen – mehrfach!

DJANGO UNCHAINED muss man einfach gesehen haben. Gute Dialoge, spannende Geschichte und geniale Schauspieler immer mit etwas Witz gespickt.