Chi-Raq

by

Chi-Raq (Kurzinhalt)

Chicago trägt in der US-amerikanischen Hip-Hop-Szene schon lange den Namen „Chi-Raq“. Ein Begriff, der darauf anspielt, dass die berüchtigte South Side als Mord-Hauptstadt der USA gilt. Zwischen 2001 und 2015 starben hier 7356 Menschen durch Waffengewalt, eine „nationale Notlage“, wie Regisseur Spike Lee mit fetten roten Lettern mitteilt. Dabei ist Chi-Raq kein naturalistisches Schicksalsdrama, sondern eine pralle, mit Witz, Satire und viel Musik angereicherte Variante von „Lysistrata“, der klassischen Komödie des griechischen Dichters Aristophanes.

Nachdem die Straßenkämpfe zwischen den rivalisierenden Gangs der Trojaner und Spartaner erneut auch zu Todesopfern unter Kindern und Jugendlichen geführt haben, beschließt eine Gruppe von Frauen, angeführt von der schönen Lysistrata, der immer mehr ausufernden Gewalt mit weiblicher List und Kraft entgegenzutreten. Mit einem Sex-Streik wollen sie die jungen schwarzen Männer, darunter auch Lysistratas Freund, den Rapper Demetrius Dupree, dazu zwingen, dem unberechenbaren Hass abzuschwören. Bald geht der Aufruf, den Kreislauf der Rache endlich zu durchbrechen, weit über die Grenzen Chicagos hinaus .. (Text: Berlinale)

Teyonah Parris als Lysistrata in Chi-Raq (2015) Filmszene

Teyonah Parris als Lysistrata in Chi-Raq (2015) Filmszene

(Quelle: Blogbusters, Lionsgate, Roadside Attractions)