Filmkritik zu THE HOBBIT: AN UNEXPECTED JOURNEY (DER HOBBIT: EINE UNERWARTETE REISE)
Mit THE HOBBIT: AN UNEXPECTED JOURNEY geht es endlich zurück in die Welt von Mittelerde. THE HOBBIT: AN UNEXPECTED JOURNEY ist der erste Teil von drei Filmen, die das Buch “The Hobbit” (Der Hobbit) von J. R. R. Tolkien umfassen. Die Geschichte spielt 60 Jahren vor den LORD OF THE RINGS (HERR DER RINGE) – Filmen.
Der Hobbit Bilbo Baggins (Martin Freeman) wird durch den Besuch des Zauberer Gandalfs (Ian McKellen) aus seinem beschaulichen Leben gerissen. Er findet sich plötzlich in der Reisegesellschaft von 13 Zwergen wieder, die ihre Heimatstadt und ihr Gold vom Drachen Smaug zurück erobern wollen. Da sich gleichzeitig in Mittelerde auch noch andere dunkle Kräfte regen, ist bereits ihre Reise dortin geprägt von Abenteuern.
Regisseur Peter Jackson und sein Team schaffen es erneut den Zuschauer in die Welt von Mittelerde eintauchen zu lassen. Wie bereits bei der LORD OF THE RINGS – Trilogie ist die Austattung des Filmes realistisch und unglaublich detailreich. Dies hebt den Film deutlich von Anderen aus dem Fantasy Genre ab und zahlt der hintergrundreichen Welt, die Tolkien erschaffen hat, Tribut.
Diese wird von den unterschiedlichsten Wesen bewohnt, die allesamt glaubwürdig und liebevoll zum Leben erweckt werden. Unabhängig davon, ob dies nun durch eine Maske oder eine Computeranimation geschieht. Highlight ist der computeranimierte Charakter „Gollum“ der dank neuster Technik faszinierend ausdrucksstark wirkt.
Martin Freeman spielt Bilbo Baggins hervorragend. Vom gutbürgerlichen Hobbit zu Beginn, bis zum neugierigen Hobbit, der langsam lernt was in ihm steckt. Von seinen 13 Zwergen-Begleitern wird vorwiegend auf den Anführer Thorin (Richard Armitage) und 3 – 4 andere fokussiert. Gleich 13 Charakter auf einmal im Detail einzuführen ist aber auch eine Herausforderung für sich. Mit dabei ist auch wieder Hugo Weaving als Elrond, Cate Blanchett als Galadriel und Christopher Lee als Saruman.
Die Filmmusik von Howard Shore untersützt die Geschichte wieder genial und knüpft unter Anderem durch das Aufgreifen von Musikthemen an die LORD OF THE RINGS - Trilogie an.
Überhaupt bietet der Film viel Zeit in die Welt von Mittelerde einzutauchen. Was natürlich mit der Aufteilung in drei Teile verbunden ist. Dies ist auch der einzige grössere Minuspunkt: Für den normalen Kinobesucher kann der Film stellenweise etwas zu langatmig sein. Aus diesem Grund auch ein halber Stern Abzug, obwohl ich als HERR DER RINGE - Fan gerne 5 Sterne geben würde.
> DER HOBBIT: EINE UNERWARTETE REISE Trailer (wird in neuem Fenster geöffnet)
Deswegen sollte sich aber niemand, der ansatzweise etwas mit Fantasy anfangen kann, THE HOBBIT: AN UNEXPECTED JOURNEY entgehen lassen. Filme auf diesem Niveau sind in diesem Genre nach wie vor selten. Und 3D lohnt sich in diesem Film definitiv. Insbesondere die Landschaftaufnahme und die computeranimierten Wesen profitieren deutlich davon. Auch gezeigt wird er in der neuen 3D High-Frame-Rate, diese Version war aber leider für die Pressevorschau noch nicht bereit.
Zusatzteil für THE HOBBIT-Buch-Leser, Achtung LEICHTE SPOILER
Der Film lässt keine wichtigen Storyelemente aus, was bei der Aufteilung in drei Teile auch nicht zu erwarten war. Der Grundton des Filmes ist allerdings düsterer. Der Film ist im Gegensatz zum Buch eindeutig nicht für Kinder gedacht. Wie von Peter Jackson angekündigt, wurden zusätzliche Storystränge aus anderen Texten von Tolkien eingebaut, die sich um Gandalf, den Nekromanten und Radagast drehen. Letzterer erhält im Film endlich einen längeren Auftritt, nachdem er ja in den LORD OF THE RINGS - Filmen gestrichen wurde. Weiter gibt es eine Vertiefung im Konflikt zwischen den Zwergen und den Orks als grössere Änderung, diese schadet allerdings der Story keineswegs.








































gut , dass ich mich in diesem Fall nicht zum normalen Kinogänger zähle und mich schonmal riesig auf den 5Sternefilm freue:)
JIPPIIIIII
Jap der film ist zeitweise etwas langatmig und die Handlungsstränge von Radagast und Azog hätte es nicht unbedingt gebraucht…aberdennoch wieder herrliches Tolkien Fealing!
Stimmt schon, Radagasts Auftritt war in dieser Länge storytechnisch nicht notwendig, ich mochte seine Darstellung allerdings.
Azog haben sie wohl eingebaut um für den ersten Teil eine Art “Hauptbösewicht” zu haben.
Mittlerweile habe ich den Film auch in 3D HFR, also 48fps, gesehen und war begeistert. Das Bild wirkt unglaublich scharf, sogar in schnellen Szenen und bringt Details richtig gut hervor. Ich kann es also nur empfehlen.
War absolut enttäuscht. Lag wohl daran, dass ich das Buch liebe und enorme Erwartungen in den Film gesetzt habe. Radagasts Auftritt war absolut unnötig / der Spruch des Goblinkönigs kurz vor seiner Hinrichtung super lächerlich / die “verwirrte” Darstellung von Gandalf irritiert / hat man das Buch nicht gelesen, weiss man nicht viel mit der Rettungsaktion der Adler anzufangen bzw weshalb Gandalf Verbindungen zum Volk der Adler hat / Azog, wtf? … Nun, ich hoffe, dass der 2. Teil n bisschen mehr als HDF und 10minuten Gollum Rätsel Spass zu bieten hat.
Also das mit den Adlern erfährt man auch im Buch nicht, bzw. erst nach dieser Szene.
Allgemein denke ich, sind wir uns aber in einer Sache einig: Der Film war zu lang. Denn die Trolle oder den Goblin fand ich einfach nur cool. Da verband Jackson den lockeren Ton der Vorlage gekonnt mit dem düsteren Ton seiner Filme.
Den Adler kennen die Zuschauer ja bereits aus der LORD OF THE RINGS Saga. Dort wurde die Verbindung zwischen Gandalf und den Adlern ja auch nicht speziell erklärt.
Der Spruch des Goblinkönigs nervt mich tatsächlich auch, nimmt der ganzen Situation die Bedrohung weg und wirkt seltsam. Aber ist für mich eher ein Detail.
Bei den Adller wird wohl schon gesagt an HdR angeknüpft.
Aber weshalb empfindest du Gandalfs Darstellung genau als verwirrt? Ich empfand das eher so, als ob er halt gerne den Geheimniskrämer spielt und versucht seine Pläne für sich zu behalten. Im HdR 1 war er nicht viel anders (als grauer Zauberer).
Da fehlt wohl jede Logik. Wie kann man in einer Erzählung (im ersten Teil) davon ausgehen, dass der Zuschauer weiss was in der Zukunft passiert? Bzw. sich die drei HdR Teile angesehen hat. Ich habe nach dem Kinogang zufälligerweise folgenden Kommentar eines “Nichtwissenden” anhören dürfen: “waren die Adler die Hilfe der weissen Elfenkönigin?”. Tatsächlich offeriert Galadriel Gandalf 30min zuvor ihre Hilfe. Was also für Euch so klar erscheint, ist für Unwissende ein Fragezeichen.
@ Nicoletta: grundsätzlich bin ich ja kein Gegner davon, dass sich Regisseure die Freiheit nehmen gewisse Vorkommnisse neu zu erfinden bzw. abzuändern. Wir sind uns bestimmt einig, dass es beim Hobbit mehr als genug davon gibt :) – (Radagast, Azog, Berggiganten etc). Was mich aber bei Gandalf irgendwie wurmt, ist wie er (vielleicht ist das ja lediglich mein persönlicher Eindruck) dargestellt wird. Im Buch wird er gewieft und gebildet, mächtiger dargestellt. Z.b. ist er es der die Trolle täuscht bis die Sonne aufsteigt (und nicht bloss zur richtigen Zeit kurz den Stein spaltet) / des weiteren wusste er von der Existenz und Bedrohung des Necromancer und war sogar in dessen Höhle / Gandalf wird von Bilbo lediglich als “Feuerwerk-Zauberer” erinnert (Gandalf ist Bilbo im Buch nie begegnet sondern wählte ihn aufgrund seiner mutigen Mutter) / um noch kurz an die Adler anzuknüpfen … Gandalf ruft die Hilfe nicht, die Adler kommen von selbst. Mögen wohl (einzeln betrachtet) lediglich Details sein, haben mich aber schlussendlich für das Gesamtbild von Gandalf beeinflusst und gestört.
Okay, du hast durchaus in einigen Punkten recht. Im Gesamtbild scheint Gandalf weniger zu tun/zu wissen als im Buch. Aber er ist immer noch derjenige, der von allen Figuren am meisten den Überblick hat. Ich finde es ganz gut, dass sie im Film die Necromancer Storyline erst aufbauen, um einen guten Einstieg zu bieten. Mir kam Gandalf eher so rüber, als ob er sich absichtlich unwissender gibt, damit er nicht alles ausplaudern muss. Aber ist vielleicht ein persönlicher Eindruck :).
Und die Adler noch mal: Rufen tut er sie ja schon (Schmetterling). Aber das ist tatsächlich nicht so eindeutig dargestellt und der Zusammenhang zu Galadriel kann man als Unwissenden ziehen. Ist mir nicht aufgefallen, finde ich aber interessant zu hören.
Hmm … Das mit dem Necromancer hört sich interessant an. Mal sehen ob sie darauf aufbauen :) – nochmals zu der Adler-Story: ich habe Bezug aufs Buch genommen. Im Buch ruft Gandalf nämlich nicht nach Hilfe; sondern die Adler sehen von weitem, dass was los ist und kommen von selber. So war der Hilferuf im Film (durch den Schmetterling, was mir auch aufgefallen ist) eine weitere Schwäche von Gandalf :)
Ah okay, da sieht man mal wieder die unterschiedlichen Ansichten. :) Für mich wirkt die Fähigkeit Riesenadler zu rufen stärker, als einfach zu warten bis sie kommen.
Und jaja mit dem Necromancer sollte nach Tolkien schon noch was kommen, bin aber auch sehr gespannt auf die Umsetzung im Film.
Mir gefiel der Film im grossen und ganzen. Das Schöne ist, dass man das gute alte LOTR-Feeling wieder zurück kriegt. Aber der Film ist eindeutig zu lang. Am meisten haben mich die Felsen-/Steinmonster (wie auch schon die Riesenbäume in DIE ZWEI TÜRME), die drei dämlichen Goblins und der Goblinkönig gestört. Den Goblinkönig fand ich schon fast so nervig wie Jar Jar Binks in THE PHANTOM MENACE. Gehe ihn aber dennoch bestimmt ein zweites mal schauen und ich freue mich auch schon auf die beiden Fortsetzungen.
Bei mir kam das LOTR Feeling gerade mal in den ersten 30 Minuten auf. Danach hat mich die ständig wiederholte, musikalische Untermahlung (so genial die Musik auch sein mag) nur noch genervt. Kämpfen, Flüchten (begleitet vom selben Song), Kämpfen, Flüchten usw. Die drei Trolle fand ich jetzt gar nicht mal so schlimm, der Goblinkönig sowie die Berggiganten (Animation) haben mich hingegen ebenfalls nur genervt.
Wie Jar Jar Binks? Also da fehlen für mich doch noch ein paar Stufen der Nervigkeit ;). Aber war schon etwas zu sehr “witzig” gezeichnet im Gegensatz zur Bedrohung, die er im Buch darstellt. Halt eine andere Interpretation.
Die Bergiganten sind storymässig ziemlich sinnlos, gehören mich eben zu jenen Abschnitten, die für die meisten Zuschauer wohl eher mühsam sind. Aber persönlich war ich begeistert, dass sie drin sind, ich mag halt seltsame Wesen ;).