Filmkritik zu THE DARK KNIGHT RISES
Es war keine leichte Aufgabe die sich Christopher Nolan mit THE DARK KNIGHT RISES auferlegt hat. Mit BATMAN BEGINS hat er dem Hauptprotagonisten die Filmumsetzung gegeben welche schon lange überfällig war, in THE DARK KNIGHT bringt er mit Heath Ledgers Joker einen Bösewichten der Geschichte geschrieben hat und dann wäre da noch die Konkurrenz welche ihm mit THE AVENGERS und THE AMAZING SPIDER-MAN die Krone für das Sommerhighlight 2012 streitig machen wollen.
Die Frage war also, kann Nolan dem Druck der Öffentlichkeit standhalten, sich selbst gerecht werden (wenn nicht sogar erneut übertrumpfen) und dem dunklen Ritter den Abschluss geben, welchen die Trilogie verdient? Meine Antwort: Er kann! Ich verneige mich, trotz diversen Diskrepanzen zu den Comics, vor Christopher Nolans THE DARK KNIGHT RISES. Es ist ihm tatsächlich gelungen, dem Zuschauer ein 164 minütiges Meisterwerk zu präsentieren, welches bestimmt als das Kinohighlight 2012 in die Filmgeschichte eingehen wird.
Diskussionslos handelt es sich bei diesem Teil um den dunkelsten und brutalsten Teil der Trilogie. Ein Teil, welcher die perfekte Suspense-Balance, eine hervorragende musikalische Untermahlung und eine wasserdichte, packende Story bietet. Spektakulär und bildgewaltig, die bis anhin schlichtweg beste Comic-Umsetzung überhaupt. Was für ein Sommer! THE AVENGERS gibt den “bronzenen” Startschuss und bietet Popcorn-Kino à discretion, THE AMAZING SPIDER-MAN besetzt die “silberne” Mitte und zeigt uns eine würdige Geburt der Spinne und nun THE DARK KNIGHT RISES, der krönende “goldene” Abschluss des diesjährigen Superhelden Sommers.
Auch wenn es schauspielerisch keinen Akteur gibt, der Heath Ledger auch nur ansatzweise das Wasser reichen kann, so ist dies gerade positiv. Meiner Ansicht nach, war Heath Ledgers Leistung als Joker dermassen gewaltig, dass man stets auf sein nächstes Erscheinen gespannt war und sich dadurch leicht von der Handlung ablenken liess.
Nicht so beim dritten Teil. Obwohl sämtliche Schauspieler eine hervorragende Leistung an den Tag legen, ist es die gesunde Mischung der verschiedenen Verkörperungen die den Film positiv prägen. Es ist unglaublich, was Tom Hardy in der Rolle von Bane für eine gewaltige Aura ausstrahlt und wie packend Anne Hathaway die emotional zwiespältige Selina Kyle verkörpert. Christian Bale, Morgan Freeman, Michael Caine, Gary Oldman sind wie gewohnt mit ihren Figuren verschmolzen und man sieht, dass sie sich sichtlich wohl fühlen.
Die beiden Neuzugänge (nebst Tom Hardy und Anne Hathaway) Joseph Gordon-Levitt und Marion Cotillard überzeugen unterschiedlich. Joseph Gordon-Levitt in der Rolle als aufstrebender Polizist ist stets sehr solide und glaubhaft. Von Marion Cotillard war ich persönlich nicht überzeugt, würde sogar behaupten, dass Sie eine Fehlbesetzung ist. Miranda Tate (bzw. ihr Alter Ego, welches ich an dieser Stelle nicht verraten möchte) ist in den Comics ein sehr komplexer Charakter, dem Marion mit ihrem Auftreten nicht gerecht wird.
AB HIER KLEINERE SPOILER
Ein absoluter Pluspunkt sind die verschiedenen Aufeinandertreffen der Figuren. So geben Batman und Selina Kyle (Catwoman) stets ein super Team ab. Sei es in der Form ihrer Alter Egos oder im vereinten Kampf gegen das Böse. Harmonie pur! Die Gegenüberstellung von Bane und Batman könnte dramatischer nicht sein. Absolut herrvoragend und Gänsehaut ist garantiert. Überhaupt ist es Nolan sehr gut gelungen, die verschiedenen Persönlichkeiten in die Geschichte einzubinden.
Was sehr gut gefällt ist der Aufbau der Geschichte. Die Einführung, welche knapp eine Stunde geht, schildern Nolan & Goyer aus der Sicht des Bösewichten Bane. So wird dem Zuschauer unverblümt klar gemacht, was für ein gewaltiges und skrupelloses Biest auf den seelisch gebrochenen Bruce Wayne zustürmen wird. Elegant schwappt das Ganze dann rüber zu Bruce Wayne aka Batman und man fühlt seine Leiden, seine Wiedergeburt sowie die schwere Konfrontation mit dem Bösen förmlich mit. Ist in vergangenen Verfilmungen stets klar absehbar wie sich das Ende entwickelt, tappt man hier im Dunkeln. Das hat einerseits damit zu tun, dass Bane als Bösewicht mehr als ebenbürdig ist (im Comic hat er Batman den Rücken gebrochen), man nie weiss welchen Weg Selina Kyle aka Catwoman einschlagen wird und Nolan stets hartnäckig einen vierten Teil dementiert hat. Spannung ist also bis zur letzten Sekunde geboten.
Bezüglich der Umsetzung vom Comic zum Film haben die Macher diverse Geschichten der vorkommenden Charaktere sowie Ereignisse neu erzählt um Sie in THE DARK KNIGHT RISES zu einem sinngemässen Puzzle zusammenzuführen.
VORSICHT MASSIVER SPOILER (Wer jetzt also keine Geheimnisse des Films erfahren möchte soll diesen Abschnitt überspringen). So wurde zum Beispiel die Kindheit von Talia al Ghul mit derjenigen von Bane vermischt. Im Comic wird Bane (aufgrund des Verbrechens seines Vaters) in einem kubanischen Gefängnis geboren und wächst dort auf, Talia al Ghul reist mit Ihrem Vater Ra’s Al Ghul (im Film gespielt von Liam Neeson) um die Welt. Im Film hingegen wächst Talia al Ghul im Gefängnis auf (da ihre Mutter anstelle von Ra’s al Ghul die Haftstrafe antritt) und wird während dieser Zeit von Bane beschützt. Im Comic stirbt die Mutter von Talia al Ghul an einer Überdosis Drogen, im Film wird sie von Mithäftlingen zu Tode vergewaltigt. Desweitern tauchen Unstimmigkeiten bezüglich Banes Maske auf. Im Comic verabreicht er sich selbst das experimentelle Steroid “Venom” um die Kraft zu erlangen, aus dem Gefängnis Pena Duro auszubrechen. Im Film versorgen Ihn die Kapseln an seinem Mund mit Morphium um die Schmerzen zu stillen, welche Ihm aufgrund des Beschützens von Talia al Ghul, von ehemaligen Mithäftlingen zugefügt wurden. Obwohl ich hier noch weitere Diskrepanzen auflisten könnte, möchte ich als letzte Ergänzung lediglich noch kurz auf den neu erfundenen Charakter John Blake eingehen. Mit dem aufstrebenden Detective kündigt Ihn Christopher Nolan am Ende des Films (was absehbar war) als Batmans zukünftiger Weggefährte Robin an. Obwohl es in den Batman-Comics bereits 6 (!) verschiedene Robins gibt ist John Blake keiner davon. Nichtsdestotrotz gibt es Paralellen zum ersten und bekanntesten Robin aka “Dick” Grayson. So verliert John Blake auf tragische Weise beide Elternteile. Seine Mutter stirbt bei einem Autounfall und sein Vater wird, wie auch “Dick” Graysons und Bruce Waynes Eltern ermordet.
Vielen Dank an Christopher Nolan und sein Team, dass ich mir die 164 Minuten ohne störende 3D Brille ansehen durfte. Auch wenn Batman in den ersten 100 Minuten gerade mal 15 Minuten Leinwandpräsenz hat, wird die Geschichte auf eine dermassen bildgewaltige Art und Weise erzählt, dass der Zuschauer keine einzige Sekunde gelangweilt ist. Die Spezialeffekte sind hervorragend, so wurden auch meine Bedenken bezüglich Batmans neustem Spielzeug “The Bat” (Flugobjekt) begraben und ich wurde positiv überrascht. Genial wie sich das Teil um die Häuser bewegt.
Fazit: Ein düsterer, legendärer und epischer Abschluss der Trilogie. Ein absolutes Muss für Jeden. Ein Kunstwerk von A-Z, das die Message “nie aufgeben” rüberbringt. Hoffen wir, dass sich Christopher Nolan für einen vierten Teil überreden lässt!
HINTERGRUNDINFORMATIONEN – BATMAN
Batman (engl. für „Fledermausmann“) ist ein Comic-Held, der von Bob Kane geschaffen und von Bill Finger vor dem Erscheinen weiterentwickelt wurde. Finger veränderte das ursprünglich steife Cape in ein wallendes und konzipierte Batman als zweite Identität des Milliardärs Bruce Wayne. Batman erschien erstmals im Mai 1939 in dem Comic-Magazin Detective Comics (Ausgabe 27); nach diesem Magazin nannte sich später dessen Verlag in DC Comics um und ist nun im festen Besitz von Time Warner.
Der Lebenslauf des jungen Bruce Wayne beginnt damit, dass er als Kind mit ansehen muss, wie ein Straßenräuber seine Eltern in einer dunklen Gasse erschießt. Nach einer großzügigen Spende „übersieht“ das zuständige Sozialamt den Waisen. Bruce wird daher von nun an vom Butler seiner Eltern, Alfred Pennyworth, aufgezogen. Er legt einen Schwur auf dem Grab seiner Eltern ab, seine Heimatstadt Gotham City vom Verbrechen zu säubern. Dafür trainiert er hart und studiert auf der ganzen Welt Kriminologie, Chemie, Mathematik, Physik, Technik und zahlreiche Selbstverteidigungsarten.
Er gibt sich den Namen Batman, als er, auf der Suche nach einem Symbol, das den Ganoven Angst einjagen soll, eine Fledermaus sieht, die sich in seine Villa verirrt hat, und entwirft ein entsprechendes Kostüm. Wayne ist der Ansicht, dass Kriminelle von Natur aus ein „feiges und abergläubisches Pack“ sind und seine Verkleidung sie daher zusätzlich in Angst und Schrecken versetzen soll. Als Motivation dient Bruce Wayne der Antrieb, der weltbeste Kriminologe, Nahkämpfer und Athlet seiner Zeit zu werden, um diese Fertigkeiten im Kampf gegen das Verbrechen einzusetzen. Im wahren Leben gibt sich Bruce Wayne als stinkreicher Schnösel und Frauenheld aus, was jedoch nur dem Schein dient, um seine Geheimidentität zu schützen. (Quelle: Wikipedia)
HINTERGRUNDINFORMATIONEN – CATWOMAN
Selina Kyle wuchs in einem zerrütteten Elternhaus auf, und neben ihrer älteren Schwester Magdalena waren ihre einzigen Freunde die Katzen, die ihre Familie adoptiert hatte. Doch die beiden Schwestern schlugen unterschiedliche Wege ein: Während Magdalena Nonne wurde, rannte Selina mit fünfzehn von zuhause weg und landete schnell auf den Straßen von Gotham City.
Selina kam in ein Heim, wo sie jedoch die Hölle auf Erden durchmachte: Die sadistische Leiterin des Heimes quälte die Kinder, und die junge Selina wurde von ihr sogar fast getötet. Später konnte sie jedoch fliehen und schwor, sich nie wieder einsperren zu lassen, sondern ihr Leben statt dessen nach ihren eigenen Vorstellungen und Gesetzen zu gestalten.
Mit siebzehn fiel sie in die Hände eines Zuhälters namens Stan, der sie krankenhausreif schlug. Im Krankenhaus wurde ein Polizist namens Flannery auf sie aufmerksam, der dafür sorgte, dass sie von Ted Grant, alias Wildcat in verschiedenen Selbstverteidigungstechniken ausgebildet wurde.
Die Arbeit von Flannery und Grant wurde jedoch schon wenig später nahezu vollkommen zunichte gemacht, als Selina nach “Hause” zurückkehrte und von Stan wieder in ihr altes Leben aus Verbrechen und Prostitution zurückgeholt wurde, aus dem sie sich nur mit Mühe wieder befreien konnte.
Während dieser Zeit entdeckte Selina auch ihr natürliches Geschick als Diebin. Sie war darin so erfolgreich, dass sie sich innerhalb kürzester Zeit in die High Society von Gotham hoch”arbeiten” konnte. Als Mitglied der reichen Oberschicht schloss die verführerische Schönheit “Freundschaft” mit den reichsten und mächtigsten Männern Gothams, die später nicht selten ihre Opfer wurden.
Auf einer Millionärsparty lernte sie Bruce Wayne kennen, und die beiden merkten sofort, dass sie sich zueinander hingezogen fühlten. Unter anderen Umständen hätte aus dieser Beziehung vielleicht sogar etwas werden können, doch inspiriert durch das Erscheinen des geheimnisvollen Batman, entschloss sich Selina, als Catwoman ihre Beutezüge unter das Markenzeichen “Katze” zu stellen. Sie legte sich ein ledernes Kostüm zu und rächte sich als erstes an Stan.
Das Zusammentreffen von Selina mit Batman war vorprogrammiert, doch obwohl auch zwischen den beiden Maskenträgern eine enorme Anziehungskraft herrschte, stand bisher immer das Gesetz zwischen ihnen. Während der Hush-Storyline offenbarte Batman Selina seine wahre Identität. Aber Batmans Misstrauen war zu hoch nach Tommy Eliotts Verrat, er konnte Selina/Catwoman nicht mehr komplett vertrauen. Nach einer schmerzlichen Niederlage gegen Cyber-Cat offenbarte die sonst so sorglose und leichtfüßige Selina allerdings eine andere, härtere Seite: Sie streifte ihr gewohntes Kostüm ab und legte sich eine Metallrüstung zu, mit der sie in einem Rückkampf ihre gefährliche Gegnerin besiegen konnte. Inzwischen trägt sie jedoch wieder ihr altes Kostüm. (Quelle: Wikipedia)
HINTERGRUNDINFORMATIONEN – BANE
Die Hauptfigur der Bane-Comics wurde erstmals 1993 während der einflussreichen Knightfall-Saga in den Batman-Comics vorgestellt, die davon handeln, wie Baneden Superhelden Batman besiegt und ihm das Rückgrat bricht. Auf dem Höhepunkt seiner Bekanntheit während der Knightfall-Storyline 1993/1994 berichteten selbst amerikanische Tageszeitungen über Batmans „Nemesis“ als „Mann, der Batman gebrochen hat“.
Bane wurde erstmals in dem Comicheft Vengeance of Bane #1 vom Januar 1993 vorgestellt. Das Konzept für die Figur geht auf die Autoren Doug Moench und Chuck Dixon zurück, sowie auf den Zeichner Graham Nolan, der Banes äußerliches Erscheinungsbild entwarf. Wie Nolan in einem Interview mit der Washington Post vom Mai 2003 erklärte, war die Grundidee für Bane die, eine böse Variante des Helden der Romane um den Abenteurer Doc Savage („an evil Doc. Savage“) gegen Batman antreten zu lassen.[1] Entscheidend war es für die Autoren und Zeichner dabei Batman erstmals mit einem Gegner (einem „Anti-Batman“) zu konfrontieren, der ihm sowohl körperlich als auch geistig überlegen sein sollte.[2]
Beim Design für Banes Aussehen (er ist nach Verlagsangaben 2,03 m groß und wiegt 159 Kg) ließen die Macher sich vom Design der mexikanischen Lucha Libres beeinflussen: Er ist ein hochgewachsener, athletischer, bis an die Grenzen des menschlich Möglichen muskulöser Mann (deswegen häufig auch als „Menschenberg“ bezeichnet). Er trägt meist elastische, ärmelfreie Hemden, Schnürstiefel und eine den ganzen Kopf überdeckende schwarze Maske die im Gesichtsfeld weiß umschrieben ist und im Augenbereich mit roten Sehschlitzen ausgestattet ist. An der Rückseite seiner Maske befinden sich in einigen Versionen sechs kleine, mit Metallkappen versehene, Öffnungen für Schläuche, die direkt in seinen Schädel münden, mit denen er sich die leistungssteigernde Droge Venom zuführt. In späteren Geschichten findet sich an dieser Stelle nur sechs Narben.
Banes wahrer Name konnte bis heute nicht enthüllt werden. Auch ihm selbst ist dieser nicht bekannt. Man weiß mittlerweile, dass er der Sohn aus der Verbindung des britischen Söldners Sir Edmund Dorrance (bekannt auch als King Snake; siehe Schurken im Batman-Universum) und einer Einheimischen der (fiktiven) Karibikinsel Santa Prisca ist. Banes Eltern trafen sich, als das Volk von Santa Prisca sich, inspiriert von der Kubanischen Revolution, gegen die Gewaltherrschaft der auf dem Eiland bestehenden diktatorischen Militärjunta erhob. Unterstützt wurden die Einheimischen dabei durch eine Gruppe ausländischer Spezialisten, die offiziell vom Dominikanerorden organisiert worden war. Tatsächlich war der Orden von Sankt Dumas der Spiritus Rector der Gruppe gewesen. Dieser Gruppe gehörten unter anderem der amerikanische Arzt Dr. Thomas Wayne, Dorrance sowie der Schweizer Geschäftsmann Charlton LeHah an. Die Revolte des santapriscanischen Volkes scheiterte jedoch: Dorrance wurde beim Angriff auf das Lager der Rebellen schwer verletzt und geblendet, konnte aber, da man ihn für tot hielt, von Santa Prisca entkommen. Seine Geliebte – die Dorrance seinerseits für tot hielt – geriet in die Hände der Regierungstruppen. Dorrance, der zunächst nichts von der Existenz des von ihm gezeugten Sohnes wusste, setzte sich nach Hong Kong ab, ohne jemals nach Santa Prisca zurückzukehren.
Entsprechend den archaischen Gesetzen von Santa Prisca mussten Söhne im Falle des Todes des Vaters dessen Strafe stellvertretend für diesen verbüßen: So wurde Bane noch vor seiner Geburt dazu verurteilt, die Strafe seines für tot gehaltenen Vaters an dessen statt über sich ergehen zu lassen. Das Strafmaß für den „Hochverrat“, als den die Militärregierung die Beteiligung an der Revolution ansah, lautete lebenslänglich.
So wurde Bane bereits in der Gefangenschaft im Gefängnis Pena Duro geboren. Banes einziger Freund in seinen Kindheitstagen war der Teddybär Osito, ein Geschenk eines der wenigen katholischen Missionare, eines der Jesuiten, die Zutritt zu Pena Duro hatten. Die Mutter des Jungen verstarb, als der Knabe nur wenige Jahre alt war: die Folge war, dass er, aufgrund seines geringen Alters, seinen eigenen Namen nicht kannte. Die übrigen Häftlinge nannten ihn zunächst José; später, nachdem er noch als Kind seinen ersten Mord an einem Mithäftling verübt hatte, gaben sie ihm den Namen Bane: „Der Verfluchte“.
Nach dieser Bluttat ließ ihn der Gefängnisdirektor in die „Cavidad Obscuro“(sic), eine unterseeisch gelegene Einzelhaftzelle, sperren, in die zu bestimmten Tageszeiten die Flut des nahe gelegenen Meeres eindrang, so dass der kleine Raum mehrere Stunden am Tag unter Wasser stand. Um zu überleben, musste er sich von den mit dem Meer angespülten rohen Fischen und den mit ihm hausenden Ratten ernähren. In seinen Träumen wurde Bane von einem schauderhaften Fledermauswesen heimgesucht, das ihm so allmählich zur Besessenheit wurde. Nachdem er zehn Jahre in dieser menschenfeindlichen Umgebung verbracht hatte und dort zum Manne gereift war, wurde Bane wieder in den regulären Strafvollzug entlassen. Dort feierten die übrigen Gefangenen ihn als einen Helden, weil es ihm gelungen war, dem Gefängnisdirektor, der ihn in dieser Hölle hatte sterben sehen wollen, zu trotzen.
Der Schlüssel zum Überleben lag für Bane in Meditation und eingeschmuggelten Büchern, die sein brachliegender Geist verschlang. Seinen Körper stählte Bane, der über vorteilhafte Anlagen verfügte, indem er täglich tausend Liegestütze, tausend Klimmzüge und tausend Sit-Ups machte. In der Haft lernte Bane drei Männer kennen, die ihm zu treuen Freunden und Gefolgsleuten wurden: den Falkner „Birdy“ Colossimo (Bird), den totenbleichen Messerwerfer Zombie und den neandertalerähnlichen Trogg (alle drei Figuren sind nach britischen Rockbands der 1960er Jahre benannt).
Banes Schlüssel zur Freiheit war schließlich „Venom“, ein experimentelles Steroid, das dem ohnedies schon überragend starken Bane die Kraft verlieh, aus Pena Duro auszubrechen. Nachdem er sich an dem Gefängnisdirektor, der ihm so übel mitgespielt hatte, gerächt und seine Freunde aus den Kerkern der Anstalt befreit hatte, beschloss er, nach Gotham City zu gehen. Colossimo, ein aus Gotham stammender Gauner, hatte ihm von dieser „wunderbarsten Stadt der Welt“ berichtet und weckte sein Interesse durch die Erzählungen vom Batman, der über Gotham herrschte. So war in Bane der Entschluss gereift, Batman, in dem er die Verkörperung eines Alptraumwesens, das ihn in seinen Träumen verfolgte, erblickte, zu besiegen und an der Stelle des „Fledermausmannes“ die Herrschaft über Gotham City anzutreten.
Mit der Hilfe des technisch begabten Trogg gelang es Bane, ein Gerät zu entwickeln, mittels dessen er die Venom-Substanz über eine Regulationseinheit an seinem linken Unterarm direkt in seinen Blutkreislauf einfließen lassen konnte. Da Venom den Nebeneffekt hatte, süchtig zu machen, war er bald genötigt, das Mittel alle zwölf Stunden einzunehmen, um das Eintreten diverser Begleiteffekte zu vermeiden. Wenn er die Droge nahm, steigerte sich seine Körperkraft ins nahezu unermessliche.
Bane kam schließlich nach Gotham City. Dort bereitete er sich zunächst sorgfältig auf seinen Plan vor, indem er und seine Männer sich in einem Hotel einmieteten und anfingen, Batman zu studieren. Mit Hilfe eines Jagdfalken konnten sie den Verbrecherbekämpfer immer schnell ausfindig machen. Zum Auftakt unterzogen sie Batman, aber auch sich selbst, verschiedenen „Tests“. Sich selbst bewies Bane, indem er Killer Croc – einen der gefürchtetsten Kriminellen der Gothamer Unterwelt – im Zweikampf besiegte und ihm die Arme brach (Batman # 489, 1993). Seine Handlanger demonstrierten ihre Würdigkeit, indem sie den geisteskranken Edward Nigma verwundeten (Batman # 490, 1993). Um seinen Plan zu verwirklichen, zerstörte Bane das Arkham Asylum, die Psychiatrie von Gotham City und befreite dessen sämtliche Insassen.
Batman, der zu dieser Zeit ohnedies gesundheitlich angeschlagen war, fing nach und nach einige der gefährlichsten Insassen wieder ein. Dabei verausgabte er sich jedoch derart, dass er nur noch ein Schatten seiner selbst war. Bane, der inzwischen Batmans Geheimidentität als Bruce Wayne geschlussfolgert hatte, wählte diesen Zeitpunkt, um sich Batman im Zweikampf zu stellen. In der Bathöhle, Batmans Unterschlupf, wo das Duell sich abspielte, besiegte Bane Batman. Um seinem Sieg gestischen Ausdruck zu verleihen, brach er ihm nach dessen Niederlage schließlich das Rückgrat.
Bruce Wayne, der fortan für eine Zeit an den Rollstuhl gefesselt war, übergab den Batman-Mantel an seinen Stellvertreter Jean Paul Valley (alias Azrael). Diesem gelang es schließlich, Bane zu besiegen, indem er dessen Venom-Sucht gegen ihn ausspielte. Zunächst unterband er Banes Venom-Nachschub, indem er dessen Vorräte zerstörte. Danach griff er Bane, der durch den Venom-Entzug geschwächt war, an und besiegte ihn in einem brutalen Zweikampf, wobei er sich einen weiteren Vorteil verschaffte, indem er das klassische Batmankostüm durch eine Kampfrüstung ersetzte (Batman # 500, 1993).
Der besiegte Bane wurde ins Blackgate-Gefängnis gesperrt. In seinem Prozess wegen Terrorismus und Mord bekannte Bane sich von vornherein für schuldig, um sich die Schmach einer Gerichtsverhandlung zu ersparen. Dort unterzog man ihn zunächst einem kalten Entzug: die Folge war, dass Bane mehrere Monate in der Krankenstation zubrachte. Danach war er von seiner Sucht geheilt, hatte aber auch seine körperliche Fitness verloren: er war aufgequollen, übergewichtig und geschwächt. Nachdem ein anderer Insasse von Blackgate, Anatoli Knyzev, ihn schwer verletzte, musste Bane erneut in die Krankenstation. Um sein altes Ich wieder zu erlangen griff er zu drastischen Maßnahmen: er ermordete einen anderen Häftling, woraufhin man ihn für sechs Monate in den Reha-Block der Anstalt sperren liess. In der Einzelhaft unterzog sich Bane einem harten Fitnesstraining und konnte so seine frühere Form zurückerlangen. Nach seiner Rückkehr in den regulären Strafvollzug konnte Bane mit der Hilfe von befreundeten Mithäftlingen – Anatoli Knyzev, Otis Flannegan, Elmo Galvan – aus Blackgate entkommen.
Nach geglückter Flucht, beschloss Bane seinen Vater zu finden. Erste Hinweise auf dessen Identität lieferte ihm der Arzt der dereinst die Venom-Versuche mit ihm in Pena Duro durchgeführt hatte. Bei einem Besuch auf Santa Prisca konnte ein Jesuitenpater den Kreis der Verdächtigen für die Vaterschaft auf vier einengen: Thomas Wayne, Edmund Dorrance, Charlton Lehah und ein einheimischer Revolutionär.
Bei seiner Suche nach LeHah traf Bane schließlich auf Talia al Ghul, die Tochter des größenwahnsinnigen Ökoterroristen Ra’s al Ghul.
Auf der Suche nach seinem wahren Vater kehrte Bane Jahre später wieder nach Gotham City zurück. Lange Zeit war auch für die Leser die Identität von Banes Vater unbekannt – es gab aber Hinweise darauf, dass Bruce Wayne und Bane denselben biologischen Vater haben könnten: Dr. Thomas Wayne. So half Batman ihm bei der Suche und zusammen fanden sie ihn auch. Bei einem finalen Kampf Batman gegen King Snake rettet Bane seinem einstigen Widersacher das Leben und wird selbst sehr schwer verwundet. Er überlebt, weil Batman ihn in eine Lazarusgrube legt. Aber nicht nur seine körperlichen Wunden sind geheilt, sondern auch seine seelischen. (Quelle: Wikipedia)
Hunger auf mehr Comicinfos? In meinen kürzlich veröffentlichten Artikel “Roger’s Top 5 Comichelden” sowie “Roger’s Top 5 Superschurken” findet ihr zusätzliche Informationen zu je 5 einzigartigen Comic-Charakter.








































Der größte Schachzug von Nolan war es, bereits im Vorfeld eine Fortsetzung zu dementieren. Dadurch hat das Filmende enorm an Glaubwürdigkeit gewonnen und war, wie du schreibst, eben nicht klar vorhersehbar.
Insgesamt gab es aus meiner Sicht jedoch zu viele Ungereimtheiten, um den hohen Erwartungen gerecht werden zu können. Bane blieb irgendwie blass (Tom Hardy mit Maske war absolut verschenkt) und Talia hatte eindeutig zu wenig Screentime. Wenigstens hat Nolan nach einigen weiblichen Fehlbesetzungen (Katie Holmes, Maggie Gyllenhaal, Marion Cotillard) nun endlich einmal einen Volltreffer gelandet: Anne Hathaway! Optisch und schauspielerisch eindeutig das Highlight des Batman-Finales.
Jetzt bin ich schon auf die Reaktion von Warner Bros. gespannt. Obwohl die Weichen für eine Fortsetzung gelegt sind führt wohl kein Weg um einen Reboot herum.
Ich fand den Film solide – Bane ist ein grossartiger Bad Guy, und Selina Kyle und Batman harmonieren perfekt (ich habs ja schon immer gesagt, aber niemand wollte hören). Ich fand die Idee des physisch wie psychisch herausfordernden Bösewichts cool, doch kaum wird Du-weisst-schon-was verraten, geht Banes psychische Ebene etwas verloren – er ist eben doch nur der Mann fürs Grobe. Das war ein bisschen ein hoher Preis für den an sich tollen Twist. Und John Blake ist ja nicht wirklich Robin, er heisst nur so – ich glaube das war einfach ein Wink für die Fans und Einleitung für das sehr symbolische Ende. Ich bin nicht ganz so hell begeistert wie du und würde sicher Avengers und TDKR vor TASM platzieren, ansonsten stimme ich dir aber zu – 164 Minuten “Booyah”.
Aber wieso willst du einen vierten Teil? Der Schluss ist doch so deutlich, das kann nicht gut kommen. Ganz im Sinne von “You either die a trilogy, or you see yourself become Batman & Robin”. ;)
Kleiner Tipp noch: Wenn du Wikipedia kopierst, würde ich die Quellenverweise (also die Nummern in eckigen Klammern) herausnehmen. Sieht etwas gar blöd aus, imho ;)
“…Selina Kyle und Batman harmonieren perfekt (ich habs ja schon immer gesagt, aber niemand wollte hören).” > Da komme ich nicht ganz mit. Von unseren Leuten hat sich nie jemand über Anne Hathaway beschwert – im Gegenteil! Wir waren Supporter der ersten Stunde und sind auch nach der Sichtung geschlossen von ihrer Leistung als Catwoman/Selina Kyle begeistert.
@Owley zu “Kleiner Tipp noch: Wenn du Wikipedia kopierst, würde ich die Quellenverweise (also die Nummern in eckigen Klammern) herausnehmen. Sieht etwas gar blöd aus, imho ;)” – Oberstes Gebot Zitat/Quelle darf nicht abgeändert werden.
Ich kann mich komplett mit Rogers Filmkritik identifizieren. Deshalb habe ich auch eine eigene Review verzichtet. Klar, Tom Hardy mit Maske ist etwas verschenkt. Doch seine Leinwandpräsenz hätte irgend so ein Nobody mit Maske nie und nimmer hingekriegt. Mario Cotillard erachte ich nicht grundsätzlich als fehlbesetzt, doch hat Nolan bei ihrer Figur eindeutig am meisten verschenkt. Besonders nach dem Jaw-dropping Twist hätte ich mehr von ihr erwartet. Ansonsten liebe ich den Film für das was er ist und so wie er ist. Mit all seinen Ecken und Kanten… und auch seinen kleinen Ungereimtheiten. :) Von mir gibt es ebenfalls die volle Punktzahl für THE DARK KNIGHT RISES.