Filmkritik zu Pixars MERIDA – LEGENDE DER HIGHLANDS
Pixar ist mehr als nur ein Brand für CGI-Animationsfilme, es ist ein Gütesiegel. Animation auf allerhöchstem Niveau mit teilweise fotorealistischen Bildern, gepaart mit Figuren und Geschichten, die wahre Emotionen wachrufen. Mit dem wachsenden Erfolg der Filme, stiegen auch die finanziellen Erwartungen an das börsennotierte Unternehmen. Das wiederum hatte zur Folge, dass Pixar mit immer mehr Fortsetzungsfilmen aufwartete und die originalen Geschichten dadurch rarer wurden.
MERIDA – LEGENDE DER HIGHLANDS (Originaltitel: BRAVE) ist daher der erste Film seit OBEN (2009), der eine neue Geschichte erzählt und nicht auf einem Vorgängerfilm basiert. Entsprechend gross waren im Vorfeld die Erwartungen an diesen Film.
Der Film erzählt die Geschichte der mutigen Merida, die ürigens Pixars erste weibliche Heldin darstellt, im Stil eines klassischen Märchens. Aus der Ich-Perspektive erzählt die schottische Prinzessin wie sie als kleines Mädchen einst von ihrem Vater einen Bogen zum Geburtstag geschenkt bekam. Während Merida im Wald mit dem Bogen übt, weisen ihr Irrlichter urplötzlich den Weg aus dem Wald. Kurz darauf folgt ihr ein gigantischer Bär namens Mor’du, der ihrem Vater im Kampf das Bein abreisst.
Jahre später – Merida ist mittlerweile ein rebellischer Teenager und talentierte Bogenschützin – würde sie es am liebsten ihrem Vater, der ein mutiger und gefürchteter Krieger ist, gleichtun und ihrerseits grosse Abenteuer erleben. Und so träumt sie davon, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Doch im Hause des schottischen Königs hat nur eine das Sagen – Meridas Mutter, Königin Elinor. Und die hat eine ganz klare Vorstellung davon, wie die Zukunft ihrer Tochter aussehen soll: Das aufmüpfige Mädchen mit den wilden roten Locken soll möglichst bald unter die Haube, vermählt werden mit einem der Clan-Söhne aus dem Königreich. Ihr ganzes Leben lang wurde Merida von ihrer Mutter zu diesem einen Zweck geschult und ausgebildet. Also lädt Elinor den klobigen Lord MacGuffin, den mürrischen Lord Macintosh und den streitsüchtigen Lord Dingwall und ihre Söhne zu Highlandgames ein. Der Sieger des Bogenschiesswettkampfes soll Merida zur Frau bekommen, doch sie verlangt als Erstgeborene des Königs selbst teilnehmen zu dürfen und beleidigt durch ihren Sieg die anderen Clans. Die Lords schäumen vor Wut. Als Merida nach einem Riesenkrach mit der Mutter voller Zorn auf ihrem Pferd in den Wald flüchtet, nehmen die Dinge ihren unheilvollen Lauf. Ein magischer Fluch fordert all ihren Mut, wenn sie ihre Familie und ihr Königreich retten will. Letztlich muss auch sie sich dem dämonenhaften Bär Mor’du stellen.

MERIDA – LEGENDE DER HIGHLANDS, der 13. Film aus der Pixel-Werkstatt braucht sich nicht hinter Klassikern wie TOY STORY, FINDET NEMO oder WALL-E verstecken. Geboten werden wunderschöne Bilder der schottischen Highlands, haufenweise liebenswerte Charaktere (heimlicher Star des Films ist Meridas kampfeslustiger Vater Fergus), einfallsreiche Gags, rasante Abenteuer und magische Momente voller Gefühle. Es ist eine wunderschöne Geschichte übers Erwachsen werden, wie nur Pixar sie hinzaubern kann.



























