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Posted 27-02-2012 by Cem Topçu in Filmkritik
 
 

Filmkritik zu HAYWIRE

HAYWIRE (2012)
HAYWIRE (2012)

Haywire slice 620x262 Filmkritik zu HAYWIRE

Steven Soderberghs neustes Werk wandelt auf den Spuren von NIKITA, COLOMBIANA oder DIE BOURNE IDENTITÄT und geht ab wie ein Zäpfchen.

 

Fans von Regisseur Steven Soderbergh (OCEAN’S ELEVEN, TRAFFIC, CONTAGION) kommen bei HAYWIRE voll auf ihre Kosten, denn der Meister schöpft aus dem vollen.  Stilistisch bietet uns Soderbergh wieder mal Filmkost vom Feinsten. Zudem ist HAYWIRE gespickt mit Stars, die Action ist hammerhart und der Plot (siehe unten) was für diejenigen, die beim Filme schauen gerne auch mal ihr Köpfchen einschalten.

Haywire Szenenbild 620x412 Filmkritik zu HAYWIRE Denn wenn HAYWIRE ein Schachspiel ist, dann sind die Protagonisten die Figuren auf dem Brett. Einige ziehen die Fäden, andere werden manipuliert und wieder andere als Bauern geopfert. Zu den Letzteren gehört unsere Mallory Kane, eine toughe Geheimagentin, die nach erfolgreichem Auftrag als letztes “Beweisstück” selbst aus dem Weg geräumt werden soll. Wer dabei welche Interessen vertritt und dabei von welcher Motivation getrieben wird, ist höchst undurchsichtigt. Zumdindest beim ersten mal schauen. Ich hab mich nämlich in erster Linie auf die – pardon my French – geile Action konzentriert. Die ist dann auch tatsächlich vom Feinsten und mit das Beste am ganzen Film. Soderbergh arbeitet mit visuellen und akustischen Kniffs wie wir sie von ihm gewohnt sind. Das ist spektakulär und ein grosser Genuss. Dabei erinnert er aber oft auch an ähnliche Filme wie DIE BOURNE IDENTITÄT, COLOBIANA oder THE MECHANIC. Was das spektakuläre Schauspielerensemble anbelangt, bin ich etwas gespalten. Zum einen hat mich Gina Carano in ihrer ersten Hauptrolle echt positiv überrascht (eigentlich war/ist sie professionelle Mixed Martial Arts Fighterin). Zum anderen haben wir jede Menge solide aber wenig beeindruckende Leistungen von Michael Douglas, Ewan McGregor, Channing Tatum, Mathieu Kassovitz und Bill Paxton haben allesamt schon deutlich bessere Performances hingelegt. Am farblosesten fand ich den sonst so hochgelobten Michael Fassbender. Gut gefallen hat mir hingegen Antonio Banderas Leistung.

Fazit
Die Action ist klasse. Bilder und Musik sind klasse. Der Film (Haywire bedeutet übrigens “drunter und drüber gehen”) ist etwas unnötig verworren. Es gibt ein paar unnötige Nebenplots, die dann erst recht noch versanden. Die Schauspielerriege bietet eine solide Performance, doch da wäre mehr drin gewesen. Und das kann man über den ganzen Film sagen: er weiss zu gefallen, aber es wäre eindeutig mehr drin gewesen! Ich schwanke eigentlich zwischen 3.5 und 4 Sternen. Da der Film bei mir doch eine gewisse Symphatie auslösen konnte (dank einer Frau die zünftig Männer zu verdreschen weiss), runde ich mal grosszügig auf 4 Sterne auf. Sprich: ins Kino gehen lohnt sich, doch an DIE BOURNE IDENTITÄT reicht er nicht ganz heran.

Plot

Die für mörderische Geheimaufträge ausgebildete Special Agentin Mallory Kane (Gina Carano) wird von ihren eigenen Auftraggebern ans Messer geliefert. Mallory muss es nun nicht nur mit ihrem zwielichtigen Vermittler Kenneth (Ewan McGregor) und dem charmanten Killer-Kollegen Paul (Michael Fassbender) aufnehmen, sondern auch noch den jungen Scott (Michael Angarano) beschützen. Doch wer sind die Drahtziehers des Komplotts?

Trailer

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Cem Topçu

 
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