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Posted 28-06-2012 by Roger in Filmkritik
 
 

Filmkritik #2 zu THE AMAZING SPIDER-MAN

The Amazing Spider-Man1
The Amazing Spider-Man1

Endlich ist es wieder soweit, Spider-Man schwingt sich zurück auf die Kino Leinwand. In Cem’s Filmkritik habt Ihr bereits einmal eine erste Idee aus der Sicht eines Comic-Laien “Sorry Bro :)” und Filmliebhabers geschildert bekommen. Nun ist es an der Zeit die neuste Umsetzung von einem Comic-Liebhaber bis auf die Nieren zu häuten und entsprechend zu melken. Mal sehen wer das Rennen macht; Marc Webb oder Sam Raimi und ob THE AMAZING SPIDER-MAN den AVENGERS das Wasser reichen kann. Na dann legen wir mal los, oder wie Mary Jane (kommt im neusten Reboot jedoch nicht vor) sagen würde: “Go get em’ Tiger”.

The Amazing Spider Man Poster 150x222 Filmkritik #2 zu THE AMAZING SPIDER MAN

Go get’em, Tiger

Im zarten Kindesalter ist (normalerweise) jeder einzelne Tag ein Erlebnis und die kindliche Abenteuerlust lässt einen jeden einzelnen Moment bis aufs Äusserste geniessen. Ich auf jeden fall, genoss das Kindsein und konnte mich als kleiner Junge (mit einer Ausnahme) nie spät genug meinen Träumen hingeben. Diese eine Ausnahme oder besser gesagt, die eine Tradititon, an die ich mich noch heute stets mit Freude zurück erinnere, fand jeden zweiten Freitag von statten. So ging ich also an diesen Tagen freiwillig sehr früh zu Bett. Weshalb? Nun, sobald ich am nächsten Morgen meine Augen öffnete, lag es auf meinem Schreibtisch, das wertvolle 5 Franken Stück. Ab diesem Zeitpunkt konnte man mir das Lächeln für den ganzen Tag nicht mehr nehmen. Schnell das Frühstück runtergedrückt und ab zum nahegelegenen Kiosk. Da lag Sie auch schon (die nette Kioskdame hielt sie stets für mich zurück) die neuste Ausgabe von DIE SPINNEplus ein Hubba Bubba Kaugummi, den hab ich dann im Laufe der Jahre durch eine kubanische Zigarre ersetzt. Mein Tag war gerettet. Diese Tradition verfolge ich heutzutage (leider) nicht mehr, jedoch nehme ich mir noch immer die Zeit meine Comics zu “lesen”. Ihr seht also, Stan Lee’s Spidey ist mein persönlicher Kinderheld und auch heute noch Bestandteil meines Lebens.

Als ich erfuhr, dass es ein Reboot von Spider-Man geben wird, war ich wohl einer der Wenigen, der sich darüber freuen konnte und nicht die Hände über dem Kopf verwarf. Die bis anhin erschienen Filmusetzungen konnten mich lediglich teilweise überzeugen. Ich war also sehr auf Marc Webb’s Version gespannt.

Nachdem ich mir nun den Film angesehen hab, war mir klar weshalb während den Live Übertragungen der diesjährigen NBA Basketball Finalspiele (Miami Heat gegen die Oklahoma City Thunders) stets Zusammenschnitte der Miami Heat und dem 2012er Spider-Man gezeigt wurden (am Ende des Artikels ist einer der Videospots zu sehen). Marc Webb muss sich nach diesem Meisterwerk wohl fühlen wie Lebron James (Umstrittener Basketballspieler der Miami Heat) nachdem er endlich die begehrte NBA Meisterschaftstrophäe in die Luft stemmen durfte. Alle Neider und Kritiker dürfen sich nach diesem Spektakel in einer sehr dunklen Ecke verkriechen. THE AMAZING SPIDER-MAN ist der erste (und wird es wohl auch lange Zeit bleiben) der einzige Film welcher von mir sämtliche 5 Sterne bekommet Niemals hätte ich erwartet, dass dieser Film Christopher Nolan’s BATMAN in die tiefsten Fledermaus Höhlen zurückdrängen wird.

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Spider-Man blickt auf das Empire State Building

136 spektakuläre Minuten, in welchen der Story-Verantwortliche James Vanderbilt dem Zuschauer alles bietet was man sich wünschen kann. Allem voran grosse Emotionen; noch nie wurde eine Superhelden Geschichte derart sympathisch und emotional erzählt. Besonders gut gefällt der klare Geschichtsaufbau. Es macht richtig Spass miterleben zu dürfen wie Peter Parker zu Spider-Man wird. Elegant werden einzelne Erlebnisse von Stan Lee’s (Erfinder von Spider-Man) Comic’s in die Verfilmung eingenetzt, um dem Zuschauer in relativ kurzer Zeit den Charakter näher zu bringen. Die Einführungssequenz, in welcher Peter Parker als kleiner Junge von seinen Eltern zurückgelassen wird, ist lediglich eines der vielen berührenden Feuerwerke. Selbst meine weibliche Begleitung (welche sehr schwer für Comic-Film-Umsetzungen zu begeistern ist) durchlebte ein emotionales Wechselbad der Gefühle.

Andrew Garfield legt mit seiner Darstellung von Peter Parker die wohl zweitbeste Verkörperung eines Comichelden/Schurken aller Zeiten hin. Besser war lediglich Heath Ledger in der Rolle des Jokers in THE DARK KNIGHT (welcher es ohne Heath nicht mal ins Mittelfeld geschafft hätte). Andrew bringt es fertig dem Charakter all das Leben einzuhauchen, welches wir aus den Comic’s kennen. Er ist Emotional, Sympathisch, Unsicher, von Selbstweifel geplagt, Genie und sehr nahbar. Andrew lässt Tobey Maguire (Hauptdarsteller in Sam Raimi’s Spider-Man 1-3) ungeheuerlich alt aussehen. Mit seiner Performance übertrumpft er Tobey nicht bloss, ne, er vermittelt ein Gefühl, dass … lasst es mich so ausdrücken … Andrew Garfield darf sich hinstellen, den Zeigefinger auf seine geschlossenen Lippen drücken und das “Ihr dürft jetzt alle ganz schön ruhig sein” Gefühl zum Ausdruck bringen. Wie oft wurde er im Vorfeld zu Unrecht angezweifelt. Spannen wir das Netz weiter zu Emma Stone in der Rolle von Spider-Man’s allererster Liebe Gwen Stacey. Wie bereits in THE HELP räumt Emma auch hier das Feld von hinten auf und ist die perfekte Ergänzung zu Andrew Garfield. Wie die Beiden auf der Leinwand harmonieren hab ich noch selten so gesehen. Ein Liebespaar durch und durch. Wundervoll! Martin Sheen in der Rolle des Onkel Ben und Sally Field als Tante May legen wie gewohnt eine solide, schauspielerische Leistung an den Tag und sind eine ausgezeichnete Wahl.

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Spider-Man in Action

Wie Spider-Man in diesem Reboot dargestellt wird ist einer der Hauptgründe, weshalb der Film so unglaublich rockt. Spider-Man ist endlich menschlich! Gottseidank hat sich mal jemand die Comic’s zu Herzen genommen und dem Spinnenmann sämtliche Eigenschaften gegeben, die Ihn so unglaublich beliebt gemacht haben. Er ist nahbar, lebt für der Bevölkerung, emotional und stets für einen verbalen Seitenhieb zu haben. Kommt hinzu, dass sein Bewegungsverhalten perfekt umgesetzt wurde. So schwingt er sich elegant durch die Lüfte, rennt/krabbelt Wände hoch und kämpft mit seinem kompletten Arsenal von Netz-Moves. DANKE Marc Webb und Crew! So hab ich mir das immer gewünscht.

Meine Befürchtungen, die Wahl des Bösewichten “Lizard” sei nicht optimal, sind mit dem ersten Auftritt von Rhys Ifans als Dr. Curt Connors sowie der Art und Weise wie die Geschichte aufgegleist wurde komplett in der Luft zerrissen worden. Nebst der genialen Umsetzung des Lizards ist es eine Freude zu sehen wie die beiden Gegenspieler nicht bloss gegeneinander, sondern auch gegen sich selbst ankämpfen. Ein übermächtiger Gegner wäre hier definitiv die falsche Wahl gewesen. So hat man Peter Parker einen harten, jedoch “fairen” und realistischen Einstieg in das Leben eines Superhelden gegeben.

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Spidey mit seiner ersten Liebe Gwen

Die Spezial- sowie 3D Effekte sind schlichtweg atemberaubend. Noch nie nie zuvor hat sich ein Superheld derart elegant und einwandfrei durch die Lüfte bewegt. Gratulation!

Fazit: Ob man nun Comic-Umsetzungen mag oder nicht, THE AMAZING SPIDER-MAN ist das Sommerhighlight schlecht hin. Wer sich diese moderne Liebesgeschichte entgehen lässt ist selber schuld. Ich werd ihn mir bestimmt noch ein zweites mal ansehen. 5 Sterne von mir und out!

THE AMAZING MIAMI HEAT

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HINTERGRUNDINFORMATIONEN

Die Spinne 150x222 Filmkritik #2 zu THE AMAZING SPIDER MAN

Die Spinne

Spider-Man (im Original: The Amazing Spider-Man, zu deutsch früher: Die Spinne) ist eine Comic-Figur und eine Comicreihe von Marvel Comics. Spider-Man wurde von Stan Lee und Steve Ditko geschaffen. Sein erster Auftritt war in Amazing Fantasy Nr. 15 im August 1962. Spider-Man ist eine der wichtigsten Comic-Figuren des Marvel Verlags, kann allerdings schon seit längerer Zeit nicht den Erfolg der X-Men-Comicserien übertreffen. Im deutschsprachigen Raum war Spider-Man seit seiner Einführung die meiste Zeit der erfolgreichste Marvel-Charakter. Auf der einen Seite ist er ein Superheld mit speziellen Fähigkeiten, andererseits hat er mit den Mühen und Problemen des Alltags zu kämpfen. Peter Parker, alias Die Spinne, wird als Waisenkind von seinem Onkel Ben und seiner Tante May aufgenommen. (Quelle: Wikipedia)

Hunger auf mehr? In meinem kürzlich veröffentlichten Artikel “Roger’s Top 5 Comichelden” findet ihr zusätzliche Informationen zu Spider-Man sowie 4 weiteren, einzigartigen Superhelden.


Roger

 
Der Bad Cop bei Blogbusters. Ausserdem: Spezialist für Comics/Comic-Verfilmungen und weltweit gefürchteter Videogame-Pro.